Mengen beachten: Zweitimpfung muss zu Erstimpfung passen

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Berlin -

Auch in KW 20 wird noch begrenzt Impfstoff zur Verfügung stehen. Bei der Bestellung in der kommenden Woche sollen Ärzte den mRNA-Impfstoff von Biontech daher hauptsächlich für Zweitimpfungen ordern – die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erinnert daran, dass nicht geschummelt werden sollte und die Menge vor sechs Wochen relevant ist.

Insgesamt wird der Bund für die Woche vom 17. bis 23. Mai rund 2,6 Millionen Impfstoffdosen für die Arztpraxen bereitstellen, davon 1,6 Millionen von Biontech und etwa eine Million Dosen von AstraZeneca, wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Freitag mitteilte. Auch danach bleibt die Menge an Comirnaty noch unverändert; erst ab Juni sollen rund drei Millionen Dosen pro Woche zur Verfügung stehen. Die KBV erwartet, dass sich die angespannte Liefersituation dann verbessert.

Bis Dienstag 12 Uhr müssen die Praxen wieder bei den Apotheken bestellen, die KBV gibt dafür an, dass Bestellungen für Zweitimpfungen auf einem separaten Rezept angegeben werden sollen – und zwar möglichst nur die Anzahl der Dosen, die sie im Zuge der Erstimpfung vor sechs Wochen (6. bis 11. April) verimpft haben. Dann gibt es dafür keine Obergrenze. Hintergrund ist, dass aus der vergangenen Woche Fälle bekannt sind, in denen Ärzt:innen mehr Impfstoff für die Zweitimpfung bestellt hatten, als sie für die Erstimpfung vor sechs Wochen bezogen haben.

Das BMG hat laut KBV erneut darauf hingewiesen, dass Erst- und Folgeimpfungen bei derselben Stelle erfolgen sollen – also beide im Impfzentrum oder beide in der Vertragsarztpraxis. Dies sei essentiell, um die komplexe Planung bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen auf die Länder sowie zwischen Impfzentren und Arztpraxen bestmöglich zu gewährleisten.

Für Erstimpfungen können maximal zwei Vials von Comirnaty pro Arzt bestellt werden. Grund ist laut KBV die vorrangige Belieferung der Praxen mit Impfstoff für Folgeimpfungen, damit alle Patienten nach sechs Wochen zum zweiten Mal mit Comirnaty geimpft werden könnten. „Abhängig von der Bestellmenge für diese prioritären Zweitimpfungen kann es passieren, dass nicht jeder Arzt mit Comirnaty für Erstimpfungen beliefert werden kann.“

Für die Bestellung des Impfstoffes von AstraZeneca gibt es keine Obergrenze. Hierfür geben die Ärzte auf dem Rezept die gewünschte Anzahl an Dosen an. Die Bundesregierung hatte den Impfstoff für alle Patient:innen freigegeben.

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