AEP: Keine Impfstoffkürzung für Apotheken

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Berlin - Erstmals werden Apotheken in der kommenden Woche von AEP mit Covid-19-Impfstoffen beliefert. Nicht alle der in Frage kommenden 200 Kunden nutzen den Großhändler aus Alzenau. „Eine niedrige dreistellige Zahl an Apotheken hat bei uns bestellt“, sagt Geschäftsführer Dr. Martin Arnegger.

AEP erhielt bis Dienstagnachmittag erstmals Bestellungen von Comirnaty und Vaxzevria. Mit den Aufträgen der Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca sei bisher „alles rund und reibungslos gelaufen“, sagt Arnegger. Zunächst war es dem Unternehmen untersagt, Covid-19-Impfstoffe an Apotheken zu liefern, weil AEP kein Mitgliedsunternehmen des Phagro ist. Die Impfstofflogistik wurde zwischen dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und dem Großhandelsverband verhandelt. Das Ministerium besserte zuletzt nach und nahm AEP als Partnergroßhändler in der entsprechenden Verfügung auf.

Die Apotheken werden jetzt ab Montag in separaten Touren angefahren. „Alle Apotheken und damit auch alle Hausärzte bekommen von AEP ihre Bestellungen ungekürzt geliefert, das gilt auch für den Biontech-Impfstoff Comirnaty.“ Die Kunden seien bereits informiert. Geliefert werde eine vierstellige Zahl an Vials. Die Impfstoffe werden mit Thermomed von Trans-o-flex ausgeliefert. Der auf den Transport temperaturempfindlicher Ware spezialisierte Dienstleister beliefert bereits die rund 100 Impfzentren in Bayern.

Dabei habe man überproportional viele Bestellungen aus Regionen wie Sachsen erhalten, die bislang eher als unterversorgt galten, sagt Arnegger. Es gebe keine riesigen, aber dennoch graduelle Unterschiede in der Verteilung. „Man erkennt daran, dass es ein Mehrwert und Nutzen für die Apotheken ist, dass auch AEP jetzt Impfstoff liefern kann, um auch diese Regionen zu versorgen.“ In Alzenau ist das Lager laut Unternehmensangaben auf den Eingang des sensiblen mRNA-Impfstoffes von Biontech vorbereitet. Tiefkühlmöglichkeiten sowie alle nötigen Ressourcen seien vorhanden.

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