Maskenpreis: Bei Wucher droht der Staatsanwalt

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Rechtsanwältin Köber von der Wettbewerbszentrale hat noch eine vielsagende Anekdote zu berichten: Eine Dame habe wegen der vermeintlich überteuerten Masken angerufen und gesagt, dass die Apotheken doch der Preisbindung unterliegen würden. Die gewinnt offenbar an Ansehen, wenn das Prinzip von Angebot und Nachfrage zu hart au den Einzelpreis durchschlägt.

Unabhängig von der Preisgestaltung droht weiterer Ärger in der Offizin. Tatsächlich berichtet jeder dritte Teilnehmer einer weiteren aposcope-Befragung, dass es mit Kunden ohne Maske schon zu unangenehmen Situationen in der Apotheke kam. In 44 Prozent der Apotheken dürfen Kunden ohne Maske nicht eintreten. Teilweise werden sie über die Notdienstklappe bedient oder müssen zunächst eine Maske kaufen. 5 Prozent der Apotheken geben gratis Masken an ihre Kundschaft aus.

Haben die Apotheken eine Plexiglasscheibe installiert – und das haben die meisten – ist das Team selbst von der Maskenpflicht befreit. Zumindest solange die Mitarbeiter hinter dem HV-Tisch bleiben. Allerdings empfehlen die Kammern den Apothekenteams trotzdem, eine Maske zu tragen, schon aus Vorbildfunktion gegenüber den Kunden. In Bayern ist das sogar Pflicht – unabhängig von sonstigen Schutzmaßnahmen. In etwa sieben von zehn Apotheken tragen die Mitarbeiter in der Offizin selbst eine Maske.

 

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