Guten Abend, Herr Einbrecher!

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Berlin - Die Seitentür aufgebrochen, mehrere Kassen zerstört und geplündert, ebenso der Safe, die Apotheke ein einziges Chaos. Die Folgen eines Einbruchs sind oft immens, gestohlenes Bargeld und Medikamente sowie der oft beträchtliche Sachschaden summieren sich schnell auf mehrere tausend Euro. Ganz verhindern lassen sich Einbrüche nicht. Es geht darum, den Zugang maximal zu sichern – und den nächtlichen Besuch möglichst schnell wieder zu vertreiben. Ein Konzept: Den Einbrecher direkt ansprechen und in die Flucht schlagen.

Immer mehr Apotheken überwachen ihre Apotheke außerhalb der Öffnungszeiten. 58 Prozent verfügen über eine Alarmanlage, fast die Hälfte der Apotheken ist videoüberwacht (45 Prozent). Das ergab eine Umfrage von APOSCOPE, dem Apothekenpanel von APOTHEKE ADHOC.

Das Problem bei herkömmlichen Alarmanlagen ist allerdings, dass der Einbrecher zu viel Zeit hat. Denn die Polizei kann erst eingeschaltet werden, wenn ein Fehlalarm ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck begeben sich bei Alarmauslösung häufig Wachdienste zum Objekt. Der alarmierte Wachdienst verfügt bei seiner Anfahrt aber über keinerlei Sonderrechte, darf also beispielsweise auf seinem Weg keine rote Ampel überfahren. Die VdS Schadenverhütung, ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sieht eine Anfahrtszeit von 20 Minuten als angemessen an.

Der Wachdienst selbst kann ebenfalls wenig ausrichten und wird im Zweifel nur die Polizei verständigen, wenn sich der Alarm als echt bestätigt. Üblicherweise sind die Einbrecher dann aber schon nicht mehr am Tatort. Die Ordnungshüter benötigen wiederum eine gewisse Zeit, um am Tatort zu sein – wenn sie überhaupt sofort kommen. Geübte Einbrecher kennen diese Zeiten und lassen sich von Blinklichtern oder einem akustischen Alarm nicht aus der Ruhe bringen. Anwohner reagieren oft ebenfalls nicht oder zu spät, weil sie selbst von einem Fehlalarm ausgehen.

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