Hier filmt der Inhaber sein Team heimlich

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Berlin - In einer Apotheke in Nordrhein-Westfalen ist ein Streit um verdeckte Video-Kameras eskaliert: Vier Mitarbeiter haben gekündigt und ihren ehemaligen Chef verklagt. Am Ende verständigte man sich auf ein Schmerzensgeld – aber die Sache ist noch nicht ausgestanden.

Dem Team in der Filialapotheke waren zwei neue Rauchmelder in den Arbeitsräumen hinter der Offizin aufgefallen. Diese waren offenbar nach Dienstschluss dort angebracht worden. Nicht nur die Anordnung machte einen PKA stutzig, die Geräte hätten auch nicht wie übliche Rauchmelder ausgesehen. Er stieg auf eine Leiter und entdeckte hinter der Abdeckung Kameralinsen. Eine Recherche ergab, dass es sich um versteckte Videokameras handelte – und dass die Rauchmelder keine Funktion haben.

Die Filialleitung war zu dieser Zeit nicht in der Apotheke, trotzdem konfrontierte das Team noch am gleichen Tag den Inhaber. Der habe den Sachverhalt zunächst vehement bestritten und angegeben, mit den neuen Rauchmeldern lediglich eine Brandschutzverordnung umgesetzt zu haben, berichtet der PKA.

Später habe er behauptet, es handele sich um eine „Thermolinse“, die Rauch erkenne und bei der Feuerwehr aufgeschaltet sei. Davon sei er aber später abgerückt. Schließlich habe er die Existenz der Kameras bestätigt, diese würden aber nur außerhalb der Geschäftszeiten aufzeichnen. Damit habe sich das Team zufrieden gegeben, zur Sicherheit die Kameralinsen aber mit schwarzem Papier zugeklebt.

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