Mitternachtapotheke ärgert Notdienstkollegen

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Berlin -

Seit zehn Jahren bieten drei Apotheken in Hamburg an 365 Tagen im Jahr Medikamente bis Mitternacht. Mit seinem Konzept sorgt Apotheker Holger Gnekow, Inhaber der Privilegierten Adler-Apotheke, nach wie vor für Verärgerung bei den Kollegen. Jeder habe seine eigene Strategie, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen, entgegnet er seinen Kritikern.

Mit langen Öffnungszeiten bis Mitternacht habe man sich sich vor allem gegen die Konkurrenz aus dem Internet behaupten wollen, sagt Gnekow. Aber nicht nur: Das Angebot sollte auch dazu dienen, sich vor Ort zu positionieren. Gerade nach der Aufhebung der Preisbindung für OTC-Arzneimittel hätten viele Kollegen versucht, sich über „Dumping-Preise“ von den Konkurrenten – sowohl aus dem Internet als auch vor Ort – abzuheben.

„Wir wollten das nicht“, sagt der Pharmazeut. Stattdessen habe man auf Kompetenz und Serviceorientierung gesetzt und eben unter anderem die Öffnungszeiten erweitert. An 365 Tagen im Jahr können Hamburger und Besucher der Hansestadt ihre Medikamente von 8 bis 24 Uhr bei der Privilegierten Adler-Apotheke besorgen.

Schon bald folgten die Vita-Apotheke in Eimsbüttel von Julia Scheel und die Arkadenapotheke im Hamburger Stadtteil Harburg von Eva-Maria und Lühr Weber. Die drei Apotheken im Westen, Osten und Süden der Stadt kooperieren miteinander. Auf dem gemeinsamen Internetportal www.medikamente-bis-mitternacht.de können Patienten schon von Zuhause oder unterwegs aus prüfen, ob ihr Präparat verfügbar ist – und es dann reservieren, vorbestellen und bei einer der drei Apotheken abholen.

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