Großhändler wollen Kühlkisten sofort zurück

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Berlin - Die Auslieferung des Biontech-Impfstoffs an Apotheken beginnt. Viele Inhaber:innen wollen gleich an die Arztpraxen ausfahren, werden aber zum Umpacken gezwungen. Denn teilweise wollen die Großhändler die Kühlkisten gleich wieder mitnehmen.

Die Apotheken dürfen die Impfstoffe nur über ihren Hauptlieferanten bestellen. Branchenprimus Phoenix schreibt an die Kund:innen: „Wir bitten um Verständnis, dass unsere Fahrer angewiesen sind, die Lieferwannen und Kühlboxen inklusive Schaumstoffeinleger bei Anlieferung in der Apotheke umgehend wieder mitzunehmen.“

Und tatsächlich: Kommt der Fahrer mit den roten Wannen und dem grünen Deckel, nimmt er diese sofort wieder mit. Zuvor ist der Empfang zu bestätigen, erst dann wird die Lieferung vorsichtig geöffnet. In der Wann ist aber nicht nur die übliche Kühlbox – die Vials sind vielmehr in einer Kunststoffplatte verankert, die als Halterung dient.

Die Apotheken stellt das Vorgehen vor Probleme, denn im Kühlschrank sind die Vials nicht gegen Umstoßen gesichert. Auch die Arztpraxen wundern sich nach der Lieferung, dass die kleinen Fläschchen ohne jeden Schutz im Kühlschrank stehen. Vermutlich werden sich die Apotheken in den kommenden Tagen damit behelfen müssen, dass sie zum Beispiel Styroporplatten mit Löchern versehen und so kleine Halterungen selber basteln.

Apotheker Tobias Powalowski, Inhaber der St. Martin-Apotheke im bayerischen Lauingen, hat dafür kein Verständnis. Er hat geplant, die Kisten direkt nach Anlieferung an die Praxen auszufahren. Dort sollen die Impfstoffe ausgeladen werden, die Kühlboxen würden dann mit der Nachmittagstour an Phoenix zurückgehen. „Von mir aus sollen sie Pfand einführen, aber ich lasse den Fahrer nicht mit den Kisten wieder gehen“, so Powalowski. Das hat er seinem Phoenix-Außendienstler auch schon mitgeteilt.

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