Influenza

Grippeimpfstoffe abverkauft Nadine Tröbitscher, 31.10.2018 10:16 Uhr

Berlin - Jetzt gegen Grippe impfen! Der Aufruf von Experten – vor allem in Richtung der Risikogruppen – könnte in Kürze von Lieferengpässen durchkreuzt werden. Einige Hersteller melden bereits, ausverkauft zu sein, andere liegen mit der Auslieferung der noch verfügbaren Impfdosen in den letzten Zügen. Nachkommen wird nichts, denn die Produktionen stehen still. Wie sind eure Erfahrungen zur aktuellen Grippeimpfstoff-Versorgung? Jetzt mitdiskutieren im LABOR von APOTHEKE ADHOC.

Das Verbot der Rabattverträge, das juristische Gezerre um den Apothekervertrag der AOK Nordost sowie lange unklare Preise haben für Zurückhaltung bei der Vorbestellung der saisonalen Grippeimpfstoffe gesorgt. Das Risiko, auf den Impfdosen sitzen zu bleiben, wollte schließlich niemand übernehmen. Dazu kam das Warten erst auf die Ständige Impfstoffkommission (STIKO), dann auf den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Als klar war, dass die quadrivalente Vakzine zum Leistungskatalog der Kassen gehört, blieb den Herstellern nur wenig Vorlauf für die Produktion.

Nun muss der Mangel verwaltet werden, denn einen Monat nach Beginn der Impfung sind die Grippeimpfstoffe 2018/19 bereits ausverkauft. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bislang für 15,3 Millionen Impfdosen die Chargenfreigabe erteilt, die die Hersteller bereits ausgeliefert haben oder gerade ausliefern. Sanofi (Vaxigrip Tetra), GlaxoSmithKline (Influsplit Tetra) und AstraZeneca (Fluenz Tetra) haben gegenüber der Behörde mitgeteilt, ihre Lagerbestände abverkauft zu haben. Diese befinden sich irgendwo zwischen Großhandel, Apotheke und Arztpraxen – oder wurden bereits verimpft. Von Mylan (Influvac Tetra) gibt es dazu beim PEI noch keine Meldung.

Theoretisch könnten noch Chargen zur Freigabe eingereicht werden, denn dies muss von den Unternehmen nicht zuvor angemeldet werden. Doch die Hersteller sagen ab: Bei Mylan ist die Produktion nach Angaben der Hotline beendet. Geliefert werden kann also nur „solange der Vorrat reicht“. Der Konzern, der noch in der vergangenen Saison dominierender Rabattpartner war, stellt auch in dieser Saison den Großteil der quadrivalenten Vakzine zur Verfügung. Bei der Planung hatte man sich in Hannover an den eingegangenen Vorbestellungen orientiert. Aktuell können noch Bestellungen der Packungsgröße zu zehn Stück mit Kanüle bedient werden.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

VISION.A 2019

Start-up Audition: Virtuelle Realität gegen Parkinson»

VISION.A 2019

Schmidhubers Geschenk an die Menschheit»

Frühjahrsbevorratung

Cetirizin Hexal kommt in dieser Woche»
Politik

Apothekenreform

DAV: Wasserdicht nachbessern»

VISION.A 2019

Mayer-Schönberger: „Der Durchschnittspatient ist tot“»

Rabattverträge

BPI: Kassen gefährden Patientenwohl»
Internationales

USA

Apothekenkette Shopko ist am Ende»

USA

Apothekenkette: Kahlschlag bei Rite Aid»

Österreich

Keine Zwangsmittagspause mehr für Apotheken»
Pharmazie

Medizinalhanf

Farmako will 50 Tonnen Cannabis importieren»

Risikobewertungsverfahren

EMA prüft 5-FU»

AMK-Meldung

Fenistil: Beipackzettel schlecht lesbar»
Panorama

In Münster haben sie eines ergattert

Apothekerin im Ü-Ei»

Schock in Braunschweig

Vermummter Täter überfällt Apotheke mit Pistole»

Tarifeinigung für Helios-Ärzte

Zweimal 2,5 Prozent mehr Geld»
Apothekenpraxis

Ausländische Apotheker

„Die haben ihre Approbation doch nicht im Lotto gewonnen“»

Fachkräftemangel

Arbeitsamt: Auf Apothekersuche im Ausland»

Ersatzkassen

DAK und KKH: Ausschreibung für 123 Lose»
PTA Live

Ausbildung in Tschechien und Bosnien

Hürden bei der PTA-Anerkennung: Bayerisch und Galenik»

PTA-Schule München

Premiere: Klassenraum wird Sterillabor»

Ausbildung

„PTA-Schüler bereuen Ausbildung nicht“»
Erkältungs-Tipps

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»

Hausmittel

Propolis: Heilmittel aus dem Bienenstock»

Die Erkältungsknolle

5 Tipps für den Einsatz von Ingwer»