„Fatale Versorgungssituation“

Grippeimpfstoffe sind aufgebraucht dpa, 09.01.2019 09:17 Uhr

Mainz - Trotz Importen aus dem Ausland sind die Vorräte an Grippeimpfstoff in Rheinland-Pfalz aufgebraucht. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) spricht von einer „fatalen Versorgungssituation“.

Konkret wurden dem Mainzer Ministerium zufolge 2018 bundesweit 15,7 Millionen Dosen Grippeimpfstoff freigegeben, das war etwa eine Million mehr als in der Wintersaison 2016/17 bundesweit überhaupt verimpft worden waren. Trotzdem kam es in diesem Winter zu einem Versorgungsengpass. Die Vernichtung von rund drei Millionen Dosen an Grippeimpfstoffen im vergangenen Jahr wegen zu geringer Nachfrage waren laut Ministerium in dieser Saison der Grund für zurückhaltende Bestellungen.

Bereits im November hatte demnach das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Versorgungsmangel verkündet und den Ländern den Import von Impfstoff erlaubt. Dieser ermöglicht es Länderbehörden, den Apotheken den Import von saisonalem Impfstoff aus dem Ausland zu erlauben, um die Versorgungssituation in Deutschland zu stabilisieren. Daraufhin sind laut dem Mainzer Ministerium Dosen vornehmlich aus Griechenland und Polen nach Deutschland eingeführt worden. Die Importe hätten den großen Bedarf aber nicht decken können.

Der europäische Markt für Influenza-Impfstoffe sei schlicht leer gefegt. Um Engpässe für die kommende Saison zu verhindern, setzen sich auf Landesebene die Kassenärztlichen Vereinigungen, Apothekerverbände und Spitzen der AOK jetzt zusammen. „Auf Wunsch der Vertragspartner ist das Gesundheitsministerium gerne bereit, solche zielführenden Gespräche in Rheinland-Pfalz zu moderieren“, hieß es weiter.

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