Grippeimpfstoffe

79.000 Vaxigrip Tetra dürfen nicht nach Berlin Nadine Tröbitscher, 01.02.2019 10:17 Uhr

Berlin - Es ist kaum zu glauben aber wahr. Die Auslieferung der von Sanofi in der vergangenen Woche organisierten 79.000 Impfdosen Vaxigrip Tetra ist in vollem Gange; allerdings ist an der Berliner Stadtgrenze Schluss – die Vakzine in englisch-/spanischsprachigen Packmitteln muss draußen bleiben. Grund ist die in der Hauptstadt geltende Allgemeinverfügung der Aufsichtsbehörde.

50.000 Impfdosen wurden bereits ausgeliefert, teilt eine Sanofi-Sprecherin mit. Es gebe sogar schon Nachbestellungen. In Berlin hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zuständige Behörde allerdings bis Ende März nur das Inverkehrbringen von Influvac Tetra (Mylan) mit schwedischer und französischer Kennzeichnung sowie von Vaxigrip Tetra (Sanofi) in französischer Aufmachung gestattet.

Die von Sanofi zusätzlich generierten Grippeimpfstoffe sind jedoch mit englisch-/spanischsprachiger Kennzeichnung und fallen somit nicht unter die Allgemeinverfügung, die vom LAGeSo erlassen wurde. Sie dürfen somit nicht in Berlin in den Verkehr gebracht werden, auch wenn das PEI längst die Chargenfreigabe erteilt hat. Während also andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern oder Baden-Württemberg mit den zusätzlichen Impfdosen versorgt werden können, sitzen die Berliner Apotheken auf dem Trockenen, weil die Lieferung von der Allgemeinverfügung nicht gedeckt ist. „Wir wollen, dass alle Apotheken Impfdosen erhalten. Von unserer Seite erfolgt keine bevorzugte Lieferung“, stellt Sanofi klar.

Dem LAGeSo liegt seit Mittwoch eine Anfrage einer Berliner Apotheke vor. Diese sollte nach Rücksprache mit der Behörde zunächst prüfen, ob sie noch den in der Allgemeinverfügung genannten Impfstoff erhalten kann. Wenn nicht, sollte sie sich wieder beim LAGeSo melden. Dies sei bislang nicht geschehen, heißt es von der Behörde. „Uns liegen keine weiteren Anfragen dazu vor, so dass für uns nicht erkennbar ist, ob es einen über unsere Gestattung hinaus gehenden Bedarf an Impfstoffen gibt. Sollten sich derartige Anfragen häufen, könnten wir eine weitere, diesbezügliche Allgemeinverfügung erlassen“, teilt ein LaGeSo-Sprecher mit. Eine Änderung der bisherigen Allgemeinverfügung sei nicht vorgesehen. Zudem könnten bei Einzelanfragen auch Einzelgestattungen ausgesprochen werden. Wer sich habe impfen lassen wollen, hätte dies bereits getan, heißt es seitens der Behörde, die ohnehin den Aufruf zur Grippeimpfung bereits eingestellt hat.

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