Corona-Massenimpfung: So soll es in den Impfzentren zugehen

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Berlin - Als eines der ersten Länder hat jetzt Niedersachsen einen detaillierten Corona-Impfplan vorgelegt. Im Flächenland wird es 60 Impfzentren geben. Schulen kommen nicht in Frage, aber Turnhallen und Veranstaltungshallen. Impfungen sollen außer von Ärzten auch durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden können. Die Impfzentren müssen rund um die Uhr bewacht werden. Auch die Polizei soll den Corona-Impfstoff sichern. Pro „Impfstraße“ werden rund 20 Mitarbeiter benötigt, die in der Stunde 20 Impfungen durchführen können, so das Konzept. Apotheker werden für die Belieferung der Kliniken gebraucht.

Besondere Herausforderungen bringt laut niedersächsischem Impfkonzept die Vakzine von BioNTech mit sich: „Diese Impfstoffe unterscheiden sich jedoch in Lagerung und Handhabung, wobei der Impfstoff des Anbieters BioNTech voraussichtlich deutlich anspruchsvoller sein wird (Lagerung bei -70°C - zentral, Lieferung auf Trockeneis, in dieser Box 5 Tage, bei Wechsel des Trockeneises weitere 10 Tage lagerfähig und nur 5 Tage lagerfähig bei +2° bis +8°C, Anmischung mit NaCl-Lösung, dann innerhalb von 6 Stunden zu verimpfen). Die Impfung muss exakt am 21. Tag ein zweites Mal erfolgen. Nach jüngsten Angaben muss auch der zweite mögliche Impfstoff (AstraZeneca) zweimal geimpft werden, allerdings im Intervall von 28 Tagen. Die zweite Impfung muss jeweils mit dem Impfstoff durchgeführt werden, der bei der ersten Impfung verabreicht wurde“, heißt es im Konzept.

Das Land Niedersachsen stellt die Vakzine plus Impfbesteck, NaCl und Trockeneis durch ein Logistikunternehmen zur Verfügung. Abgerufen wird der Impfstoff in Verbindung mit der zentralen Terminmanagementsoftware über ein zentrales Template auf Landesseite. Der Impfstoff von BioNTech werde in Boxen zu je etwa 1000 Dosen – jeweils Ampullen mit 5 Dosen – unter Trockeneis geliefert. Der Impfstoff von AstraZeneca werde ebenfalls in Mehrfachdosenbehältern (10 Dosen) geliefert. Er müsse jedoch nicht weiter aufbereitet werden; auch eine Lagerung bei 2 bis 8 °C ist möglich. Jedes Impfzentrum muss daher zwingend eine Kühlung vorhalten mit durchgängiger Temperaturkontrolle und Temperaturdokumentation. Für die mobilen Impfteams müssen mobile Kühlgeräte ebenfalls mit durchgängiger Temperaturkontrolle und Temperaturdokumentation verwendet werden. Der BioNTech-Pfizer hatte einen speziellen Koffer dafür entwickelt.

Die Apotheker in Niedersachsen spielen in dieser ersten Impfphase nur eine Nebenrolle: Die Klinikapotheken und die krankenhausversorgenden Apotheken sollen den Impfstoff für das Klinikpersonal liefern: „Die Belieferung Dritter als Impfstandorte (z.B. Krankenhäuser für die KH-Beschäftigten) erfolgt direkt an die Krankenhäuser bzw. die KH-versorgenden Apotheken ohne die Inanspruchnahme der Impfzentren. Geplant ist, dass die Beschäftigten der Krankenhäuser möglichst direkt in den Krankenhäusern von dortigem Personal geimpft werden. Die Impfstofflieferung erfolgt direkt über die krankenhausversorgenden Apotheken, die Impfzentren sind daran nicht beteiligt.“

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