Betriebserlaubnis

Checkliste für Apothekengründer

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Berlin -

Der Traum von der eigenen Apotheke ist trotz sich ständig ändernder Rahmenbedingungen immer noch verbreitet unter Jungpharmazeuten. Doch wer seine eigene Betriebserlaubnis beantragen möchte, muss einiges beachten. Die Apothekerkammer im Saarland ist zugleich Aufsichtsbehörde und gibt angehenden Inhabern einen Leitfaden an die Hand.

Erster wichtiger Hinweis: Der Antrag muss sechs Wochen vor Eröffnung der Apotheke gestellt werden. Zu den persönlichen Angaben müssen im Antrag enthalten sein: Approbationsurkunde, tabellarischer Lebenslauf mit Angaben über Ausbildung und bisherige berufliche Tätigkeit, eine ärztliche Bescheinigung (nicht älter als vier Wochen) mit dem Wortlaut: „Herr/Frau ..... ist nicht in gesundheitlicher Hinsicht ungeeignet, eine Apotheke ordnungsgemäß zu leiten“, ein Führungszeugnis (nicht älter als sechs Monate), Staatsangehörigkeitsausweis oder Einbürgerungsurkunde.

Ferner werden genaue Angaben zur Apotheke gefordert: Grundriss der Apothekenbetriebsräume (Maßstab 1:100 oder 1:50) in zweifacher Ausfertigung sowie die Bezeichnung des Grundstücks nach Straße, Hausnummer, Flur und Grundstück. Auch ein Nachweis, dass die nach der Apothekenbetriebsordnung vorgeschriebenen Räume zur Verfügung stehen, ist erforderlich. Ein etwaiger Mietvertrag ist vorzulegen – im Falle der Untervermietung alle Mietverträge bis zum Eigentümer. Gehört die Apotheke dem Inhaber, ist ein Grundbuchauszug vorzulegen.

Gibt es einen Apothekenpachtvertrag, müssen drei Ausfertigungen vorgelegt werden. Der Kaufvertrag wird in doppelter Ausführung benötigt, ebenso ein Erbschein oder ein OHG-Vertrag. Der Apotheker muss außerdem erklären, dass er voll geschäftsfähig, also nicht entmündigt ist. Von der Apothekerkammer – oder gegebenenfalls mehreren – muss es eine Erklärung über die gemeldeten Tätigkeiten und eine sogenannte Zuverlässigkeitsbescheinigung geben. Die Kammer muss bestätigen, dass die Ausübung des Apothekerberufes nicht untersagt wurde und keine Strafverfahren und keine berufsgerichtliche Verfahren anhängig sind. Bei der Kammer des Saarlandes als Aufsichtsbehörde ist das nicht erforderlich.

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