Apothekerin organisiert Impfstoff-Verteilung

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Vom Lösungsvorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist die Apothekerin nicht begeistert. „Hat dem Minister einmal jemand erklärt, dass auch außerhalb Deutschlands Grippeimpfstoffe zum Impfen benötigt werden und dort nicht einfach auf Halde liegen, um sie nach Deutschland zu exportieren, falls man dort die Versorgung nicht geregelt kriegt?“

„Weiß er, dass die Hersteller jetzt die Impfstoffe für die Südhalbkugel produzieren und für unsere Region seit dem 2. November keine Impfdosen mehr vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) freigegeben wurden? Und dass nur 15,7 Millionen Dosen und damit weniger als letztes Jahr zur Verfügung stehen beziehungsweise standen? Woher sollen denn Gesundheitsämter die Großpackungen nehmen zum Auseinzeln? Glaubt jemand, dass dort die Impfstoffgroßpackungen – natürlich ohne Kanüle! – gehortet werden?“

Einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag für Spahn hat sie auch noch: Um den Impfstoff gezielter zu verteilen, könnten doch die Altersbeschränkung auf 70 Jahre angehoben und die Risikogruppen eingeschränkt werden. Dann, so die ironische Logik, wäre genug Impfstoff für die verbleibenden Patienten da.

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