Grippeimpfstoffe: Spahn geht gegen Engpässe vor

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Berlin - Angesichts von regionalen Engpässen beim Grippeimpfstoff lockert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Vorschriften für die Beschaffung. Demnach können die Bundesländer bei regionalem Bedarf erlauben, dass sich Apotheken und Arztpraxen untereinander mit Grippeimpfstoff versorgen und dass aus anderen Ländern der Europäischen Union bezogene Impfstoffe in den Apotheken abgegeben werden dürfen.

„Ich freue mich über die hohe Nachfrage nach Grippeimpfungen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wir gehen davon aus, dass es genug Impfstoff in Deutschland gibt, um diesen Bedarf zu decken.“ Insgesamt seien 15,7 Millionen Dosen verfügbar. „Allerdings melden mehrere Bundesländer Versorgungsengpässe. Darauf reagieren wir“, so Spahn weiter. „Klar muss sein: Jeder, der will, muss sich gegen Grippe impfen lassen können.“

Hintergrund sind Meldungen über Versorgungsengpässe aus Niedersachsen, Bremen, Saarland, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Saarland kam zuletzt die Vermutung auf, die Pfälzer würden den ohnehin schon knappen Grippeimpfstoff abziehen.

Dass es in diesem Jahr regionale Verteilungsprobleme beim saisonalen Grippeimpfstoff gibt, ist ein offenes Geheimnis. Während die einen gut versorgt sind, sitzen andere auf dem Trocknen. Die Nachfrage ist groß und der Run auf die letzten verfügbaren Impfdosen hat begonnen. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Saarlands Kammerpräsident Manfred Saar hegt die Vermutung, die Pfälzer seien an der Impfstoff-Knappheit nicht ganz unbeteiligt.

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