Apothekenteams würden AstraZeneca nehmen

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Berlin - Der Impfstopp hat viele Menschen verunsichert. Auch Apotheker:innen und PTA machen sich Sorgen über die Sicherheit der Vakzine von AstraZeneca – würden sich aber nach wie vor damit impfen lassen.

37 Prozent der Apotheker:innen und 48 der PTA gaben bei einer aktuellen aposcope-Umfrage an, dass die negativen Nachrichten über den Impfstoff von AstraZeneca sie verunsichert hätten. Dennoch würden sich 74 Prozent der Approbierten und 54 Prozent der PTA mit der Vakzine impfen lassen; unter den Inhaber:innen sind es sogar 80 Prozent. 76 Prozent der Pharmazeut:innen und 55 Prozent der PTA sind der Ansicht, dass die Nebenwirkungen beim AstraZeneca-Impfstoff überbewertet werden.

Ein überraschendes Ergebnis: Obwohl Apothekenmitarbeiter:innen noch nicht mit der Impfung an der Reihe sind, hatten viele von ihnen bereits einen Termin im Impfzentrum: 9 Prozent haben die erste Impfung erhalten, weitere 5 Prozent sogar beide. Und 7 Prozent haben bereits einen Termin in Aussicht. Auffällig: Unter den Inhaber:innen sind bereits 19 Prozent mindestens einmal geimpft und 10 Prozent haben einen Termin. Hintergrund könnten die Sonderregelungen für Apothekenpersonal sein, das in Impfzentren arbeitet oder Schnelltests durchführt.

Die Impfbereitschaft ist nach wie vor hoch. Nur 4 Prozent der Approbierten, aber 16 Prozent der PTA wollen sich nach eigenen Angaben nicht impfen lassen.

Dass die Apotheken ab April in die Auslieferung des Impfstoffs an die Arztpraxen eingebunden werden sollen, finden 82 Prozent gut, unter den Inhaber:innen sind es sogar 95 Prozent. Vor allem PTA fänden es besser, wenn der Impfstoff zentral verteilt würde (53 Prozent; Inhaber:innen: 20 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass Apotheken nicht nur den Impfstoff liefern sollten, sondern dass sie den Praxen auch beim Zubehör und der Aufbereitung helfen sollten (52 Prozent).

An der aposcope-Umfrage nahmen am 16. März 2021 insgesamt 310 Apotheker:innen und PTA teil.

 

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