TCM-Herstellung

NRW-Apotheker fühlen sich diskriminiert Nadine Tröbitscher, 07.12.2016 15:09 Uhr

Berlin - Die TCM-Community ist in Aufruhr. Im November gaben die Pharmazieräte in ihrer Resolution die Anforderungen an die Prüfzertifikate für die entsprechenden Granulate bekannt. Doch was wirklich in den Apotheken abgegeben werden darf, ist Sache der Aufsichtsbehörden vor Ort. Deutlich spürbar ist dies in Teilen Nordrhein-Westfalens: Hier ist es Apothekern teilweise untersagt, TCM-Granulate abzugeben.

In Köln und Wuppertal sowie im Kreis Euskirchen brennt sprichwörtlich die Luft. Denn hier haben die Amtsapotheker die Abgabe von TCM-Granulaten in der Apotheke untersagt. Ganz aktuell ist auch Bonn von der Untersagung betroffen. Die Apotheker fühlen sich ungerecht behandelt und in ihrer Arbeit eingeschränkt: Warum dürfen sie ihre Kunden nicht mit TCM-Granulaten versorgen, während dies in anderen Teilen des Landes möglich ist?

Das Problem: Um die Qualität der Granulate zu gewährleisten, ist eine Dokumentation nach der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) analog zur Rezepturherstellung vorgeschrieben. Während einige Kontrolleure bislang die organoleptische Prüfung akzeptieren, werden in anderen Bezirken vollständige Prüfzertifikate gefordert. Mitunter scheitert es aber schon an der Gehaltsbestimmung, da bei den exotischen Kräutern teilweise noch nicht einmal die Leitsubstanzen definiert sind.

In Teilen von NRW hatten die Amtsapotheker die harte Linie vertreten und den Apothekern die Abgabe von TCM-Granulaten in den vergangenen Monaten faktisch untersagt. Eine Apotheke im Kreis Euskirchen musste sich im März aus einem bundesweiten Projekt zur Linderung der Nebenwirkungen während der Chemotherapie in Abstimmung mit dem Onkologen verabschieden. Eine andere Apotheke im Kreis Euskirchen musste sich bereits von ihren Kunden den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Auflagen nur vorschiebe, um keine TCM-Granulate mehr herstellen zu müssen. Schließlich gebe es solche Probleme in anderen Teilen von NRW nicht.

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