APOTHEKE ADHOC Umfrage

Die häufigsten Rezeptur-Fehler der Ärzte

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Berlin -

Seit der Novelle der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) müssen Apotheker besonders genau hinsehen, wenn der Arzt eine Rezeptur verschreibt. Jede Verordnung muss auf Plausibilität geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, das Ergebnis muss der Apotheker dokumentieren. Seitdem sind viele „Standard-Rezepturen“ verschwunden, doch bis heute müssen die Pharmazeuten offenbar regelmäßig korrigierend eingreifen, wie eine Umfrage von APOTHEKE ADHOC zeigt.

Die Teilnehmer sollten angeben, was bei der Plausibilitätsprüfung besonders häufig auffällt. Mehrfachnennungen waren dabei möglich. Die größten Probleme gibt es demnach bei der Kompatibilität der Ausgangsstoffe: 64 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie hier besonders oft eingreifen müssen.

Ebenfalls schwer tun sich die verordnenden Ärzte anscheinend mit der Dosierung. Hier berichten 42 Prozent von Problemen, 39 Prozent beklagen häufig eine falsche Grundlage. Es folgen die Fehler „falsche Anwendungshinweise“ und mit 16 Prozent und das weniger triviale „falsche Inhaltsstoffe“ mit 12 Prozent. Eine falsche Applikation bemängeln dagegen nur 2 Prozent der Teilnehmer.

Die Zahlen sagen nichts über die tatsächliche Häufigkeit der jeweiligen Fehler aus, sondern spiegeln nur die Häufigkeit ihres Auftretens im Verhältnis untereinander. Festzuhalten ist, dass das Problem in der Offizin präsent ist: Nur 10 Prozent der Teilnehmer gaben an, Fehler bei der Verordnung von Rezepturen kämen „so gut wie nie vor“. 5 Prozent hatten zu dem Thema keine Meinung. An der Umfrage nahmen am 28. und 29. Juni 163 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

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