ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Trump vs. Spahn – wer schweigt besser? Alexander Müller, 10.10.2020 08:40 Uhr

Berlin - Die beiden Männer haben viel gemeinsam: Sie sind machtbewusst und lieben den öffentlichen Schlagabtausch. Donald Trump und Jens Spahn. Und beide haben derzeit ein Bühnenproblem. Daher die Idee mit der gemeinsamen TV-Debatte. Problem: Ihre Reden haben sich beide schon versilbern lassen und hüllen sich jetzt bei fast allen kritischen Fragen in goldenes Schweigen.

Die Vorzeichen: Seine miraculously eingehandelte Corona-Infektion hat den Wahlkampf des US-Präsidenten durcheinandergebracht, vor allem Zeit- und Ablaufplan der TV-Duelle mit seinem Herausforderer Joe Biden. Jens Spahn auf der anderen Seite steht gar nicht zur Wahl. Er ist ja auch unter 70 und hat noch ein bisschen Zeit. Doch immer mehr Parteibekannte drängeln ihn, doch noch für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Dann wäre das Bewerbertrio abgesägt und Bienenkönig Söder könnte Kanzlerkandidat werden. Das hat Corona sicher nicht gewollt.

Damit Trump irgendwen unterbrechen kann und Spahn einen Diskussionspartner auf Augenhöhe hat, wird das erste transatlantische TV-Duell ersonnen. Doch das klingt nur auf dem Papier gut, denn mit der Auswahl zu diskutierenden Themenkomplexe sind beide Kandidaten nicht zufrieden. Und so besteht der auf 90 Minuten angesetzte Schlagabtausch weit überwiegend aus Schweigen.

Zum Beispiel als der Moderator Trump zum Thema Steuern befragte. Trump: „Kein Kommentar.“ Spahn lächelt dazu so spitzbübisch, wie er vermag: „Mehr als 750 Euro jedenfalls.“ Wogegen der US-Twitterraufbold auf die an sich schon fragliche Frage nach den jährlichen Frisörausgaben heiser bellt: „Mindestens 70.000 Dollar. Mindestens.“ Spahn dagegen: „Kein Kommentar.“

Den Themenkomplex Coronapolitik hätten beide gerne übersprungen. Spahn aus Aberglaube (Söder-Autobahntest-Effekt) und Trump aus naheliegenden Gründen. Mehr als 200.000 Todesfälle in den USA. Ihm fällt nichts ein außer: „Mit Biden wären es zwei Millionen gewesen. Oder vier Millionen. Sicher mehr als vier Millionen.“ Spahn ist froh, dass es bei ihm zu Hause viel besser aussieht. Und dennoch: Zaghaft überlegt er, ob Schöneberg mittlerweile auch schon Berliner Risikogebiet ist. Naja, notfalls kann man ja umziehen. Ganz in Gedanken überhört er die nächste Frage des Moderators. „Immobilienmarkt? Was? Nein! Ist Privatsache!“ Trump hätte gerne über den Trump Tower gesprochen, aber darauf hat der Moderator keine Lust mehr. Ende der Debatte. Spahn verteilt Masken an alle und will gehen. Wo er die denn her habe? „Ist Privatsache! Ich meine: Kein Kommentar.“ Und wer hat die Logistik… „KEIN KOMMENTAR!!“

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