Botendiensthonorar: Es bleibt bei 2,50 Euro

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Berlin - Apotheken können den Botendienst auch im kommenden Jahr abrechnen, allerdings wie aktuell nur 2,50 Euro. Dies geht aus einem Änderungsantrag zum Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) hervor. Ein anderer Antrag wird zurückgezogen.

„Apotheken können bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Wege des Botendienstes je Lieferort und Tag einen zusätzlichen Zuschlag in Höhe von 2,50 Euro zuzüglich Umsatzsteuer erheben“, heißt es im Antrag. Dies sei notwendig, um insbesondere in Regionen mit geringerer Apothekendichte eine Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen, heißt es zur Begründung. „Der Botendienst trägt bei dem zunehmenden Anteil der älter werdenden Bevölkerung damit zu deren Entlastung bei der Zahl der Apothekenbesuche und zur Sicherstellung der Versorgung dieser Personen mit Arzneimitteln bei.“

Seit Ende April konnten Apotheken sogar 5 Euro abrechnen; die Frist lief Ende September aus. Durch eine Änderung der Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung können Apotheken bis zum Jahresende nur noch 2,50 Euro abrechnen. Mit dem VOASG soll ab 1. Januar 2021 die Vergütung dauerhaft festgeschrieben werden. Pro Jahr können die Apotheken dann mit einem Botendiensthonorar von rund 85 Millionen Euro rechnen.

Zurückgezogen werden soll dagegen dem Vernehmen nach eine geplante Änderung zur Parenteraliaversorgung: Ermöglicht werden sollte die Herstellung und Abgabe von einer Apotheke an eine andere Apotheke – auch von Klinikapotheken an Präsenzapotheken. Die vorhandene Regelung in § 11 Absatz 3 ApoG, die bisher auf die Herstellung von anwendungsfertigen Zytostatikazubereitungen beschränkt ist, sollte dazu auf andere patientenindividuell hergestellte Arzneimittel zur parenteralen Anwendung ausgeweitet werden.

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