Lieferengpässe

Darf man Arzneimittel an Kollegen verschicken? Alexander Müller, 17.10.2019 10:34 Uhr

Berlin - Aktionstag in meiner Apotheke? Gefällt mir! Ob Gesundheitstipps oder aktuelle Sonderangebote: Viele Apotheken sprechen ihre Kunden auch in den sozialen Medien an. Doch die Netzwerke erfüllen für die von Lieferengpässen geplagten Pharmazeuten noch einen anderen Zweck: als Tauschbörse für dringend benötigte Arzneimittel.

Ob irgendein Kollege noch Perindopril Erbumin von Glenmark an Lager habe, fragte in dieser Woche ein Apotheker auf Facebook. Offenbar war der Blutdrucksenker für ihn über den Großhandel oder im Direktbezug aktuell nicht zu bekommen. Falls jemand der Kollegen aushelfen könne, möge er bitte eine persönliche Nachricht an den Suchenden schicken.

Der Aufruf ist beileibe kein Einzelfall, regelmäßig fragen Pharmazeuten sich untereinander nach fehlenden Präparaten. Das ist rechtlich unproblematisch, solange ein Kunde mit Rezept versorgt werden muss. In § 17 der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) heißt es zwar in Absatz 6c: „Apotheken dürfen von anderen Apotheken keine Arzneimittel beziehen.“

Allerdings gibt es im Folgenden einige Ausnahmetatbestände, unter anderem Nummer 5. Demnach sind Arzneimittel ausgenommen, „die in dringenden Fällen von einer Apotheke bezogen werden; ein dringender Fall liegt vor, wenn die unverzügliche Anwendung des Arzneimittels erforderlich ist und wenn das Arzneimittel nicht rechtzeitig bezogen oder hergestellt werden kann“. Bei vorliegender Großhandelserlaubnis oder der Versorgung von Krankenhäusern gelten ohnehin andere Vorschriften.

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