Matrix- und Membranpflaster: Unterschiede und Anwendung

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Patienten sollten die Körperstelle vor dem Aufkleben nicht eincremen oder rasieren. Die Creme kann die Klebefähigkeit verschlechtern, eine Rasur kann kleine Verletzungen verursachen, die die Wirkstoffaufnahme beeinflussen und verändern können. Die Haut sollte grundsätzlich intakt, frei von Sonnenschäden oder Tätowierungen sein. Seife, Kosmetika oder andere Stoffe, die die Haut reizen oder verändern, können für gefährlich erhöhte Wirkstoffspiegel nach Anwendung von Opioid-Pflastern sorgen. Schwimmen, Baden, Duschen oder Sport sind aber grundsätzlich möglich. Bei Saunagängen empfiehlt sich der Tag des Pflasterwechsels, wenn das alte entfernt wurde und bevor ein neues Pfaster aufgebracht wird.

Die Wirkstoffe gelangen über die Haut in die Blutgefäße und können ihre systemische Wirkung entfalten. Der Magen-Darm-Trakt und First-Pass-Effekt der Leber werden dabei umgangen. TTS haben einen Wirkstoffüberschuss, die sogenannte Energiequelle. Wie viel freigesetzt wird, wird über die Freigabekontrolle der Matrix oder des Depots gesteuert. Wenn das Pflaster von der Haut entfernt wird, ist demnach nicht die vollständige Wirkstoffmenge abgegeben und noch Arzneistoff enthalten.

Patienten sollten auf eine kindersichere Entsorgung achten. Es empfiehlt sich, das Pflaster in der Mitte nach innen zu falten und die Klebefläche aufeinander zu kleben. Das abgenommene TTS kann dann in die Folie des neuen Produktes eingepackt und entsorgt werden.

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