Silber gegen Bakterien und Keime

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Berlin - Schon seit der Antike ist die desinfizierende und antibakterielle Wirkung von Silber bekannt. Die Wirkungen macht man sich heute in den verschiedensten Bereichen der Medizin und Pharmazie zunutze. Doch mittlerweile gibt es Einschränkungen bei der Anwendung des „Wundermetalls“. Wann es hilft und worauf man achten sollte.

Egal ob Spray, Pflaster oder Creme – Silber findet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Von Sportlern wird es gerne vor und nach einer Trainingseinheit angewendet, um übermäßige Schweißbildung in den Schuhen und die damit verbundene Bakterien- und Geruchsbildung zu vermeiden. Spezielle Silbersprays für die Sportschuhe können helfen, Fußpilzerkrankungen und unangenehme Gerüche zu verringern.

Für kleinere Verletzungen gibt es Pflaster und Wundauflagen, die Silber-Ionen enthalten. Diese sollen Infektionen vermeiden, indem sie die Keimzahl auf der Haut reduzieren. Die antiseptische Wirkung kann vor allem nach chirurgischen Eingriffen sinnvoll sein. Bei größeren Wunden gibt es auch Hydrokolloid-Wundauflagen, die mit Silber-Ionen bedampft sind. Diese tragen meist das chemische Kürzel „Ag“ als Namenszusatz, um auf den Silbergehalt in der Wundauflage hinzuweisen.

Für Neurodermitiker und Diabetiker gibt es spezielle Mikrosilber-Cremes von verschiedenen Herstellern. Diese enthalten kleine Silberpartikel, die durch die Keimreduzierung auf der Haut den Juckreiz-Kreislauf unterbrechen und so Infektionen durch Kratzen vermeiden sollen. Dadurch sollen die schubfreien Zeiten der Neurodermitis verlängert und die Symptome im akuten Schub gelindert werden. Somit sind sie auch für die tägliche Basispflege geeignet. Bei Diabetikern, die oft unter Neuropathien leiden und Entzündungen zum Beispiel an den Füßen erst spät bemerken, sollen Mikrosilber-Cremes helfen, diese und die damit verbundenen Folgeschäden zu verhindern.

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