Dermatologie

Fünf Hauterkrankungen – fünf Tipps APOTHEKE ADHOC, 28.08.2017 14:34 Uhr

Berlin - Ein Termin beim Hautarzt ist manchmal erst in ferner Zukunft zu haben. Wenn die Haut juckt, schuppt, entzündet oder gerötet ist, suchen Betroffene erst einmal Rat und Hilfe in der Apotheke. Fünf Tipps zu fünf häufig vorkommenden Hauterkrankungen.

Tipp eins: Lippenherpes. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung trägt ihn in sich – den Herpes-Simplex-Virus-Typ 1 (HSV1). Eingenistet in den Nervenzellen des Rückenmarks, schlummert das Virus, bis es irgendwann infolge eines schwachen Immunsystems, Sonneneinstrahlung, Stress oder Ekel reaktiviert wird. Bricht eine Infektion aus, kann es kribbeln, spannen und jucken, bereits kurze Zeit später sind kleine Bläschen sichtbar – der Lippenherpes schon in vollem Gange. Betroffene sollten so schnell wie möglich mit der Behandlung beginnen. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Aciclovir und Pencivir, beide verhindern das Fortschreiten der Infektionen durch Hemmung der Replikation der Virus-DNA. Wobei Pencivir auch noch in der Papel- und Bläschenphase wirksam sein soll. Andere Zubereitungen gegen Herpes enthalten beispielsweise Docosanol, Melissenextrakt oder Zinksulfat. Eine Alternative zu den halbfesten Zubereitungen können Herpes-Patches sein. Die Hydrokolloid-Pflaster enthalten zwar keinen Wirkstoff, decken aber den infizierten Bereich ab und verhindern so eine weitere Übertragung und Ausbreitung. Außerdem nimmt das Patch das Bläschensekret auf und sorgt für ein ideales feuchtes Wundheilungsmilieu. Die Wunde heilt schneller ab und Krusten bleiben aus. Ebenfalls wirkstofffrei ist das Medizinprodukt Herpotherm, das einen kurzen konzentrierten Wärmeimplus von etwa 51 Grad erzeugt. Nahrungsergänzungsmittel mit der Aminosäure Lysin können helfen, dem Herpes den Gar aus zu machen und die Abstände zwischen den Infektionen vergrößern. In jedem Fall gilt: Küssen verboten und nach der Infektion die Zahnbürste wechseln.
Tipp zwei: Fußpilz. Mit Dermatophyten infizierte Hautschüppchen lauern in Schwimmbädern, der Sauna oder beim Sport. Bei Schweißfüßen, einem defekten Säureschutzmantel oder einem schwachen Immunsystem haben die Erreger leichtes Spiel und besiedeln den Fuß – es juckt, schuppt und brennt. Betroffene können bei den ersten Anzeichen eine antimykotische Creme, Lösung oder Spray anwenden. In der Selbstmedikation können Clotrimazol, Bifonazol, Miconazol, Terbinafin, Amorolfin oder Ciclopirox eingesetzt werden. Je nach Wirkstoff werden die Präparate ein- bis dreimal täglich über einen Zeitraum von bis zu vier Wochen aufgetragen.

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