Hautentzündungen

Fresh-up: Rhagaden dpa/APOTHEKE ADHOC, 23.06.2017 13:38 Uhr

Berlin - Kleiner Riss, große Wirkung: Eingerissene Mundwinkel, sogenannte Rhagaden können sehr schmerzhaft. Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb man sie nicht abtun sollte. Dahinter können auch ernsthafte Erkrankungen stecken.

Lachen, Essen, Reden – jede Mundbewegung schmerzt, wenn die Haut im Mundwinkel eingerissen ist. Diese Im Volksmund als „Fressecken“ bezeichnet lautet der medizinische Fachausdruck „Rhagaden“. Sie sind mehr als nur ein kosmetisches Problem und können auch Folgen anderer Erkrankungen wie Neurodermitis oder einer Stoffwechselstörung sein. Außerdem öffnen sie Keimen Tür und Tor. Kurzum: Wer öfter Rhagaden hat oder mit hartnäckigen Exemplaren kämpft, sollte damit zum Arzt gehen. Handelt es sich nur um einen kleinen Riss, kann man diesen gut selbst behandeln.

Rhagaden entstehen, wenn die Haut nicht elastisch genug ist – übrigens nicht nur in den Mundwinkeln. Zudem besitzt die dünne Lippenhaut keine Talgdrüsen, sie ist also auf Pflege von außen angewiesen, da sie selbst keinen schützenden Fettfilm ausbilden kann. Aber auch zu feucht darf es nicht sein: Wenn man sich ständig über die Lippen leckt oder Speichel in den Mundwinkeln steht, können auch Rhagaden entstehen, erklärt der Düsseldorfer Hautarzt Professor Dr. Manuel Cornely vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Der Speichel wäscht Fett aus den Lippen und der Mundwinkel, ein Teufelskreis, denn das Lecken bringt kurzzeitig Linderung. Manche Menschen haben die Risse auch zwischen den Zehen, an den Fußsohlen und Fersen, an den Ohrläppchen, in den Gelenkbeugen oder im Analbereich. Rhagaden kommen häufig vor, vor allem, wenn die Haut trocken ist, erklärt Dr. Michael Niesen vom Hausärzteverband Westfalen-Lippe mit Praxis im nordrhein-westfälischen Ochtrup. „Die Menschen cremen sich nicht genug ein. Aber zugegeben: Wer cremt sich schon die Ohren ein?“

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