Wundbehandlung

Fünf Tipps zur Tattoo-Pflege Nadine Tröbitscher, 21.03.2017 11:27 Uhr

Berlin - Ob ein Tattoo gut aussieht oder nicht, ist nicht nur vom Tätowierer abhängig. Um den Körperschmuck zu vollem Glanz zu verhelfen, sind richtige und sorgsame Pflege und Nachbehandlung wichtig. Gerade in den ersten Tagen sollte die Infektionsgefahr so gering wie möglich gehalten werden. Die richtige Wundheilung kann Borken- sowie Narbenbildung und einem Verblassen der Farbe vorbeugen. Hier die Dos and Don'ts.

Tipp 1: Folie oder Pflaster. Bei einer Tätowierung entstehen kleine oberflächliche Verletzungen ähnlich einer Schürfwunde. Es gilt Infektionen vorzubeugen. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten – die unsterile Frischhaltefolie und den sterilen Folienverband (Suprasorb F, Lohmann & Rauscher). Das transparente Pflaster ist der Folie aus dem Supermarkt vorzuziehen. Es schützt das frische Tattoo vor Keimen und somit vor Entzündungen. Die hauchdünne Klebefolie ist atmungsaktiv und sorgt für ein ideales Heilungsmilieu. Die Wunde trocknet nicht aus und bildet keine Borke. Das Pflaster schützt zudem vor Irritationen und Druck durch Kleidung und kann auch während des Duschens auf der Haut verbleiben. Das Pflaster kann bis zu drei Tage getragen und dann vorsichtig entfernt werden.

Frischhaltefolie hingegen ist luftundurchlässig und verursacht einen Feuchtigkeits- und Wärmestau. Die Wunde kann so schlechter abheilen, es besteht ein höheres Infektionsrisiko. Wird trotzdem eine Folie verwendet, sollte diese bereits nach ein bis drei Stunden, spätestens aber nach der ersten Nacht gewechselt. Da die frische Tätowierung noch Farbe ausschwitzt und Wundsekret abgibt, ist auf eine sorgfältige Hygiene zu achten. Die vom Tätowierer aufgetragene Salbe sollte vorsichtig mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Am ersten Tag empfiehlt es sich, noch auf eine pH-neutrale parfümfreie Waschlotion zu verzichten. Anschließend wird mit einem fusselfreien Handtuch oder Küchenrolle das Tattoo getrocknet, ohne dabei zu rubbeln oder zu tupfen. Nun wird eine Panthenolsalbe dünn aufgetragen und erneut Folie zum Schutz verwendet. Die Folie kann entweder nur zur Nacht oder noch zwei bis drei Tage nach der Tätowierung getragen werden. Dabei ist auf ein regelmäßiges Wechseln zu achten.

Die Wunde muss sauber gehalten werden. Auch Schweiß kann für Infektionen sorgen, daher ist vor allem in den ersten Tagen auf Sport zu verzichten. Denn der Schweiß enthält Bakterien, die Entzündungen verursachen können.

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