Dermatologie

Fünf Tipps zum Umgang mit Narben Cynthia Möthrath, 25.08.2016 14:20 Uhr

Berlin - Sie können hell oder dunkelrot verfärbt und wulstig verdickt sein – Narben entstehen bei tieferen Hautverletzungen, die bis in die Lederhaut (Dermis) reichen. Sie entstehen zum Beispiel nach Operationen, Verbrennungen oder Unfällen. Das gesunde Gewebe wird nach dem Trauma durch unelastischeres Bindegewebe ersetzt. Dem neuen Ersatzgewebe fehlen zudem Talg- und Schweißdrüsen, sowie Haarfollikel und oft auch Melanozyten. Daher sind Narben oft heller als die umliegende gesunde Haut. Oft sind Narben allerdings nicht nur ein kosmetisches Problem. Je nach Größe und Lage, können sie auch die Bewegung einschränken oder zu Schmerzen und Juckreiz führen.

Tipp eins: enge Kleidung und UV-Strahlung vermeiden
Je nach Lage der Narbe, vor allem aber bei frischen Narben, sollte auf enganliegende Kleidung verzichtet werden. Durch die entstehende Reibung wird die Narbe zusätzlich gereizt und es kann im schlimmsten Fall zu erneuten Verletzungen kommen. Auch starke UV-Strahlung sollte bei frischen Narben unbedingt vermieden werden. Betroffene Hautstellen sind mit einem Sunblocker zu schützen, gegebenenfalls mit Spezialprodukten. Tipp zwei: leichte Bewegung kann helfen
Leichter Sport oder einfache Dehnübungen können helfen, die Haut besser zu durchbluten und sie insgesamt elastischer zu machen. Auf extreme Dehnungsreize sollte aber unbedingt verzichtet werden, um das Gewebe nicht zu verletzen oder überzustrapazieren. Generell gilt es, langsam an die Bewegung heranzugehen, vor allem, wenn das betroffene Hautareal längere Zeit ruhig gestellt war, wie es zum Beispiel nach Operationen der Fall ist. Tipp drei: massieren mit Narbensalbe oder Narbengel
Narben begleiten uns für immer. Sie bleiben in allen Fällen mehr oder weniger sichtbar. Durch eine frühzeitige und regelmäßige Behandlung kann man ihr Erscheinungsbild aber wesentlich verbessern. Für sichtbare Ergebnisse ist jedoch Geduld gefragt. Am beliebtesten sind Salben und Gele, mit denen die betroffene Hautstelle mehrmals täglich massiert wird. Sie können bereits sehr früh angewendet werden, das heißt sobald die Wunde geschlossen und eventuelle Fäden gezogen sind. Das Massieren macht das Gewebe weicher und kann Spannungsschmerzen und Juckreiz lindern. Zudem wird ein übermäßiges Wachstum von Narbengewebe verhindert. Mindestens 8 Wochen, besser aber noch länger, sollte die Narbe mit solchen Arzneiformen behandelt werden. Über Nacht können auch Salbenumschläge zum Einsatz kommen. Die Narbe wird durch die Behandlung insgesamt blasser, unauffälliger und elastischer. Mögliche Inhaltsstoffe solcher Externa sind Heparin, Dexpanthenol, Allantoin oder Zwiebelextrakt (Contractubex, Bepanthen Narbengel, WALA Narbengel, Kelofibrase Sandoz).
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