Rückenschmerzen

Fünf Tipps bei Kreuzschmerzen APOTHEKE ADHOC/dpa, 13.02.2018 12:49 Uhr

Berlin - Sie sind akut oder ständige Begleiter beim Sitzen, Stehen und Gehen – „Kreuzschmerzen“. Etwa 85 Prozent der Deutschen hatten bereits einmal im Leben eine Erfahrung mit dem Volksleiden. Die Schmerzen liegen unterhalb der Rippen und oberhalb des Gesäßes, können akut oder chronisch und sehr unterschiedlicher Genese sein. Klar ist – sie gelten als Frühwarnsignal. Der Körper gibt Warnzeichen für Verspannungen, Unfälle oder Krankheiten. Im Extremfall ist der Dauerschmerz losgelöst von jeglicher Warnfunktion ständiger Begleiter der Betroffenen. Damit es nicht dazu kommt, dass winzige Reize bereits die erinnerte Schmerzkaskade auslösen: Fünf Tipps „gegen Rücken“.

Tipp eins: Wer rastet, der rostet. Gegen den Schmerz im unteren Rücken hilft primär Bewegung im Alltag. Dies empfiehlt aktuell die Patientenleitlinie 11/2017 der Bundesärztekammer (BÄK) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Auch Reinhard Schneiderhan von der Deutschen Wirbelsäulenliga gibt Tipps. Als Beispiel: Betroffene können im Vierfüßlerstand einen Katzenbuckel machen. Beim Einatmen gehen sie anschließend leicht ins Hohlkreuz. Beim Ausatmen wechseln sie zurück in den Katzenbuckel. Das Ganze soll zwölf Mal wiederholt werden.

Dabei nicht übertreiben. Denn falscher oder übertriebener Sport kann die Kreuzschmerzen sogar fördern. Das Gegenteil von Sport, also die „schonende Bettruhe“ ist dagegen eher schädlich. Die Experten formulieren hierzu: „Viele aussagekräftige Studien belegen, dass Bettruhe Beschwerden nicht bessert, sondern eher verstärkt und die Heilung verzögert.“ Neben dem verlangsamten Heilungsprozess fördert Ruhe bei Kreuzschmerzen noch den Muskelabbau.

Als Sonderform der Bewegung gelten „wöchentliche Bewegungstherapien“. Krankengymnastik, Rehagruppen, Yoga oder die Alexandertechnik sind laut Studien nicht effektiver als Alltagsbewegung, doch eine Hilfe, damit der Schmerz nicht chronisch wird. Bei Chronikern sind sie wirksamer als Medikamente, körperliche Schonung oder allgemeine medizinische Versorgung. Welche Bewegungsform der anderen überlegen ist – also Yoga beispielsweise der Krankengymnastik – ist noch unzureichend erforscht. Es empfiehlt sich ein Abstimmen auf individuelle Vorlieben.

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