Innere Uhr

Tageszeit beinflusst Wundheilung APOTHEKE ADHOC, 14.11.2017 09:22 Uhr

Berlin - Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die innere Uhr des Menschen eine wichtige Rolle für die Wundheilung spielt. Verletzungen wie Verbrennungen oder Schnitte, die tagsüber entstanden sind, verheilen demnach im Schnitt elf Tage früher als solche, die nachts passiert sind.

Die Forscher unter Leitung von Wissenschaftlern des Medical Research Council (MRC) in Cambridge untersuchten Brandverletzungen und stellten fest, dass die Wundheilung im Schnitt um 60 Prozent langsamer vonstatten ging, wenn die Patienten sich die Verletzung zwischen acht Uhr abends und acht Uhr morgens zugezogen hatten.

Umgerechnet in Tagen bedeutet das: Nächtliche Verbrennungen brauchen durchschnittlich 28 Tage zum Heilen, tagsüber entstandene hingegen nur 17 Tage. Das Ergebnis wurde im Fachblatt „Science Translational Medicine“ veröffentlicht.

Der Grund für die schnelle Heilung sei, dass sich an der Wundheilung beteiligte Hautzellen tagsüber schneller zur verletzten Stelle bewegten. Das wird in den Zellen durch die Aktivität von Proteinen gesteuert, die an der Bewegung und Reparatur von Zellen beteiligt sind, insbesondere das sogenannte Aktin. Die Produktion von Aktin und die Beweglichkeit der Fibroblasten – Zellen, die ein Hauptbestandteil des Bindegewebes sind – verändert sich im Laufe des Tages rhythmisch.

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