Pierre Fabre bringt Takrozem

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Berlin -

Pierre Fabre ist bekannt für die Dermokosmetiklinien Avène, Aderma, Ducray und Furterer. Zum Portfolio des französischen Familienunternehmens gehören aber auch verschreibungspflichtige Arzneimittel. Erst im November hatte Pierre Fabre das Duo gegen Hautkrebs Mektovi (Binimetinib) und Braftovi (Encorafenib) auf den Markt gebracht. Mitte April kommt mit Takrozem (Tacrolimus) ein weiteres Rx-Arzneimittel dazu.

Takrozem soll zu 1 mg/ g als Salbe in den Packungsgrößen 10, 30 und 60 g auf den Markt kommen. Indiziert ist das Arzneimittel ab einem Alter von 16 Jahren zur Behandlung eines mittelschweren bis schweren atopischen Ekzems bei Betroffenen, die auf herkömmliche Behandlungsoptionen wie beispielsweise topische Kortikoide nicht ansprechen oder diese nicht vertragen. Tacrolimus kann nicht nur im Falle eines Schubs sondern auch zur Erhaltungstherapie Anwendung finden und so die schubfreien Intervalle bei Patienten mit häufigen Exazerbationen verlängern. Vorausgesetzt die Betroffenen sprechen initial auf eine Behandlung mit einer zweimal täglichen Applikation nach spätestens sechs Wochen an.

Zur Behandlung des Ekzemschubs wird die Salbe zweimal täglich aufgetragen. Die Therapie ist bis zum Abheilen fortzuführen. Eine Besserung tritt meist innerhalb der ersten Behandlungswoche ein. Kommt es zu einem Rückfall, ist erneut mit einer Anwendung von zweimal täglich zu beginnen. Wird Takrozem zur Erhaltungstherapie eingesetzt, sollte die Salbe zweimal pro Woche beispielsweise montags und donnerstags einmal täglich aufgetragen werden.

Der Wirkmechanismus des Arzneistoffes bei atopischem Ekzem ist nicht vollständig geklärt. Bekannt ist jedoch das Tacrolimus an das spezifische Zellplasmaimmunophilin (FKBP12) bindet und so in den T-Zellen calaciumabhängige Wege der Signaltransduktion hemmt. In der Folge werden Transkription und Synthese verschiedener Zytokine gehemmt. Inwieweit der Wirkmechanismus bei der Behandlung des atopischen Ekzems eine Bedeutung hat, ist nicht bekannt. Außerdem wurde nachgewiesen, dass der Arzneistoff die Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus den Mastzellen der Haut und basophilen sowie eosinophilen Granulozyten hemmt.

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