PTA-Examensvorbereitung Teil 2

Konservierung von Augentropfen: Darauf muss geachtet werden Eva Bahn, 26.02.2019 13:02 Uhr

Berlin - In Teil 1 unserer Reihe zur Examensvorbereitung für PTA sind wir auf die Isotonisierung von Augentropfen in der Rezeptur eingegangen. Hier folgt nun der zweite Teil, der sich mit Konservierung, Euhydrie und Viskosität befasst. Hier lauern ebenfalls Fehlerquellen, die sich mit der richtigen Vorbereitung umschiffen lassen.

Bei der Isotonisierung wurden nur die ΔT-Werte der Wirkstoffe erfasst, die der Konservierungsstoffe und viskositätserhöhenden Zusätze bleiben unberücksichtigt. Ihre Massenanteile in der Gesamtrezeptur sind zu gering, als dass sie für eine Berechnung ins Gewicht fallen würden. Wässrige Augentropfen sind nicht in jedem Fall konserviert, vor Operationen oder nach Hornhautverletzungen werden immer unkonservierte Lösungen verordnet. Der Arzt kennzeichnet das üblicherweise mit „sine conservata“ auf dem Rezept. Ist man hier unsicher, so muss die Praxis kontaktiert werden, um die Operation nicht zu gefährden.

Auf einen Konservierungsmittelzusatz kann verzichtet werden, wenn der Wirkstoff selbst eine antimikrobielle Wirkung zeigt. Als Beispiel hierfür sei die NRF 15.13 Polyvidon-Iod-Augentropfen genannt. Da in allen anderen Fällen die Massenanteile der Konservierungsstoffe in den meisten Fällen zu gering sind, um sie direkt einzuwiegen, werden üblicherweise Stammlösungen eingesetzt. Ihre Herstellung findet sich in der Rubrik „Stammzubereitungen“ des NRF. So sind sie genauer dosierbar.

Doch welches Konservierungsmittel und welche isotonisierende Zusätze können nun für den verordneten Wirkstoff verwendet werden? Wer keine genaue Rezeptur mit den kompletten Angaben vom Arzt aufgeschrieben bekommt – oder vom Lehrer auf dem Aufgabenblatt vorfindet –, dem hilft das DAC weiter. In der Anlage A sind alle gängigen Wirkstoffe aufgeführt, die für die rezepturmäßige Herstellung von Augentropfen verwendet werden. In einer übersichtlichen Tabelle finden sich dem jeweiligen Wirkstoff zugeordnet sowohl die passende Konservierung, als auch der isotonisierende Zusatz, der verwendet werden kann. Die empfohlene Konzentration der Konservierungsstoffe steht direkt über der Tabelle.

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