Kostenlose Tests auch für vollständig Geimpfte möglich

, Uhr
Berlin -

Auch ab dem 11. Oktober haben einige Personengruppen weiterhin Anspruch auf kostenfreie Antigen-Schnelltests durch die Apotheke. Ausschlaggebend ist unter anderem der Grund der Testung. Eine zweifache Impfung ist dabei kein generelles Ausschlusskriterium – die Krux liegt im Detail. Hier ein Überblick.

Ab der kommenden Woche ist Schluss mit den kostenfreien Bürgertestungen. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, wer weiterhin Anspruch auf kostenfreie Tests hat. Folgende Personengruppen können die kostenfreien Testungen weiterhin in Anspruch nehmen:

  • Personen mit medizinischer Kontraindikation (diese muss von der Apotheke überprüft werden)
  • vormals Schwangere und Stillende (bis zum 10. Dezember), generell gilt für Schwangere eine Ausnahmeregelung bis Jahresende
  • Schwangere im ersten Trimenon (bislang keine generelle Impfempfehlung)
  • Covid-Patient:innen, die einen Test zur Beendigung der Absonderung benötigen
  • Minderjährige (bis 31. Dezember)
  • Studierende aus dem Ausland, die mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Impfstoff geimpft wurden
  • Proband:innen klinischer Studien zu einem Corona-Impfstoff
  • unter 12-Jährige oder Jugendliche, die erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind

Auch Geimpfte haben Anspruch

Die Abda informiert darüber, dass eine Impfung kein Ausschlusskriterium für kostenfreie Coronatests sei. Vollständig Geimpfte oder Genesene, die einer in §§ 2 bis 4b Coronavirus-Testverordnung (TestV) genannten Personengruppe angehören, sind nicht vom Anspruch auf kostenfreie Testung ausgenommen. Damit haben die oben genannten Personengruppen auch bei vollständiger Impfung weiterhin Anspruch auf die Tests. Ausschlaggebend ist dann der Grund der Testung. Es werden nur die in der TestV genannten Gründe akzeptiert. Möchte sich die Person aufgrund einer bevorstehenden Reise testen lassen, so muss die Apotheke die kostenfreie Testung ablehnen.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Kriedel: „Er tritt die Motivationsbremse noch weiter durch“
Ärzte rechnen mit Spahn ab: „Grenze des Machbaren weit überschritten“»
„Versuchskaninchen im Gesundheitswesen“
E-Rezept: Ärzte wollen Einführung mit Petition stoppen»
Einführung trotz winziger Testzahlen
E-Rezept: BMG hält am 1. Januar fest»
Pessina will Apothekenkette verkaufen
Bericht: Walgreens bald ohne Boots»