„Look good, feel better“

Kosmetikseminar für Krebspatientinnen Alexandra Negt, 26.12.2019 17:16 Uhr

Berlin - „Look good, feel better!“ In den Kosmetikseminaren von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) erhalten Krebspatientinnen Unterstützung in der Handhabung und Auswahl von Pflege- und Kosmetikartikeln, um die äußeren Veränderungen während der Krebstherapie optimal zu kaschieren, ohne die Haut zu reizen. Geschulte Kosmetikexpertinnen, darunter auch die PTA Tanja Scheel, zeigen den Krebspatientinnen Schritt für Schritt, wie sie die äußerlichen Folgen der Therapie kaschieren können.

Seit knapp vier Jahren bietet Scheer in Zusammenarbeit mit der DKMS Life solche Seminare in der Apotheke an. Die Workshops finden monatlich in der Neuen Apotheke in Nienburg statt. „Am Anfang dachte ich natürlich, dass das bestimmt traurig sein wird“, erinnert sich Scheel. „Aber die Kurse sind überhaupt nicht traurig, im Gegenteil, es wird sehr viel gelacht und die Therapie ist so gut wie nie ein Thema.“

„Den Teilnehmerinnen der Seminare werden Tipps und Tricks zu den Themen Reinigung und Pflege der oft sehr empfindlichen Haut, dem Auftragen der Grundierung und natürlichen Nachzeichnen der ausgefallenen Augenbrauen und Wimpern und dem Abdecken von Hautflecken gegeben.“ Die Hautflecken entstehen oft nach einer Bestrahlung. Um die Tumorzellen zu zerstören, ist eine relativ hohe Strahlendosis erforderlich, diese ist oft nah an der Toleranzgrenze des gesunden Gewebes. Je nach Tumorlage – ob oberflächlich oder im Körperinneren – ändert sich die Strahlenenergie. Es kann zu sichtbaren Reaktionen wie Erythemen bis hin zur Nekrose kommen. Die entzündlichen Hautrötungen bilden sich nach abgeschlossener Therapie meist vollständig zurück.

Die Teilnehmerinnen werden auch zu dem Thema Haarausfall beraten. Es werden verschiedene Techniken des Tücherbindens gezeigt, auch anderer Kopfschmuck wird präsentiert. Zytostatika wirken besonders auf schnell wachsende und sich häufig teilende Zellen, hierzu gehören neben den Tumorzellen auch die Haarwurzel- und Hautzellen. Viele Frauen berichten, dass das Haar nach einer Chemotherapie eine Zeit lang eine andere Struktur hat und manchmal sogar lockig wird. Dies ist ein Zeichen für die vorübergehende Schädigung der Haarwurzel. Ernsthafte oder dauerhafte Schäden durch Zytostatika an den Haaren erleben nur sehr wenige Patienten.

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