Impfstoff für Betriebsärzt:innen: Jede dritte Apotheke ist dabei

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Berlin - Nur ungefähr jede dritte Apotheke hat zum Auftakt Bestellungen von Betriebsärzt:innen erhalten (36 Prozent). Dies ergab eine aposcope-Umfrage unter 309 verifizierten Apotheker:innen und PTA. Und die meisten Apothekenmitarbeiter:innen sind gar nicht so wild darauf, in dieses Volumengeschäft einzusteigen. Denn schon die Belieferung der Praxen erzeugt erheblichen Aufwand.

Im Durchschnitt bestellten bis Freitag pro Apotheke 2,14 Betriebsärzt:innen. Der Mittelwert bei den bestellten Dosen liegt bei 563. Allerdings gibt es einzelne Teilnehmer:innen, bei denen eine größere einstellige Anzahl an Betriebsärzt:innen bestellt haben; Rekord sind sogar 22 Ärzt:innen und mehr als 7000 Impfdosen. Betrachtet man entsprechend den Median über alle Teilnehmer:innen, bei denen Bestellungen eingegangen sind, wurden rein rechnerisch von einem Arzt oder einer Ärztin jeweils 200 Dosen bestellt.

Jede vierte Apotheke unterstützt demnach die Ärzt:innen beim Umgang mit dem Impfstoff, 19 Prozent helfen sogar bei der Rekonstitution. 53 Prozent gaben an, dass keine weitere Hilfe gegeben werde.

Die Zahlen passen zum normalen Apothekenbetrieb: 62 Prozent der Teilnehmer:innen gaben an, regulär keine Betriebsärzt:innen mit Arzneimitteln oder Impfstoffen zu beliefern. Jeweils 14 Prozent haben einen beziehungsweise zwischen 2 und 4 Kunden aus dem Bereich der Arbeitsmedizin.

Der Kontakt ging in drei von vier Fällen von den Betriebsärzt:innen beziehungsweise Unternehmen aus (74 Prozent), nur in 26 Prozent der Fälle hat die Apotheke aktiv die potenziellen Kunden aus dem Bereich Arbeitsmedizin angesprochen. Ein Viertel der Apotheker:innen und PTA gab an, dass Betriebsärzt:innen oder Unternehmen eine Bestellung zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht gestellt haben. Rückfragen gab es laut 18 Prozent der Teilnehmer:innen.

Die gestaffelte Vergütung halten 59 Prozent für zu niedrig, nur 14 Prozent finden sie angemessen und 2 Prozent zu hoch. 26 Prozent trauen sich diesbezüglich derzeit keine Einschätzung zu. Allerdings sind 80 Prozent der Überzeugung, dass in der Konsequenz auch das Honorar des Großhandels gestaffelt werden müsste.

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