Ab Freitag: Rund 800 Dosen je Betriebsärzt:in

, Uhr
Berlin -

Ende der Woche kommen auf Apotheken neue Aufträge über Covid-19-Impfstoffe zu. Sie sollen nach den Plänen der Arbeitgeberverbände bis Freitagmittag die Bestellungen der Vakzine durch die Betriebsärzt:innen entgegennehmen. Der Start der Impfung in Unternehmen ist für den 7. Juni geplant.

Wann wird bestellt?

Die Betriebsärzt:innen sollen wie die Praxen einmal wöchentlich über den pharmazeutischen Großhandel durch die Apotheken mit Impfstoffen und dem entsprechenden Impfzubehör beliefert werden. Die Bestellung soll laut der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) spätestens am 21. Mai bis 12 Uhr mittags eingehen. „Die Bestellung des Impfstoffs erfordert gerade zu Beginn einen hinreichenden zeitlichen Vorlauf“, heißt es in der Handreichung der BDA.

In den Folgewochen könne die Bestellung für die Impfungen in der KW 24 voraussichtlich so organisiert werden, dass stets bis Donnerstagmittag der Vorvorwoche (12 Uhr) für die übernächste Woche der Impfstoff bestellt werden kann. Da auf den 3. Juni in einigen Bundesländern der Feiertag Fronleichnam fällt, erfolge die Bestellung für die KW 24 bis Mittwoch, 2. Juni, 12 Uhr einheitlich für alle Bundesländer. Die Bestellung für die KW 25 erfolge bis Donnerstag, 10. Juni, 12 Uhr.

Wieviel wird bestellt?

Die Bestellmenge ist für die erste Woche ab dem 7. Juni pro Betriebsärzt:in zunächst auf maximal 804 Impfstoffdosen von Biontech begrenzt. Die Menge werde entsprechend an die Größe der Vials des jeweiligen Impfstoffs angepasst. Die Mediziner:innen sollen sich anfangs auf Kürzungen einstellen.

Bis spätestens Mittwoch vor der Impfwoche sollen die Apotheken die Betriebsärzt:innen über die Liefermenge informieren, für den Start also bis zum 2. Juni. Die Anlieferung erfolge grundsätzlich montags – in der Regel nachmittags. Die gelieferten Impfstoffe müssen bei 2 bis 8 °C in einem geeigneten Kühlschrank gelagert werden. Grundsätzlich obliege es den bestellenden Betriebsärzt:innen, dafür Sorge zu tragen, dass keine Lagerhaltung erfolge.

Wer darf bestellen?

Bestellberechtigt seien alle bei einem Unternehmen angestellten Betriebs- beziehungsweise Werksärzt:innen, Betriebs:ärztinnen eines überbetrieblichen Dienstes und jeder freie Betriebsarzt, der oder die für ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland Impfungen gegen Covid-19 durchführen werde. Derzeit laufe eine Abfrage über die Impfbereitschaft in den Firmen. Auch die Privatärzt:innen werden über Blaue Rezepte in den Apotheken Impfstoffe bestellen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Kappe ist pink statt lila
Biontech meldet Farbabweichungen »
„Bestellrückgänge und Stornierungen“
Zu früh aufgetaute Impfstoffe: BMG erklärt Lieferprobleme »
Mehr aus Ressort
Orientierungsdebatte im Bundestag
Union will Impfregister »
Weiteres
Potenzielle Basis für neue Antibiotika
Neue antibakterielle Molekülgruppe entdeckt»
Sensitivität und Nachweisdauer
PEI hat Antikörpertests getestet»
Auffälliger Mundschutz
Rx-Pillen in OP-Maske versteckt»
„Beim Mittagessen ging es nur um Apotheke“
Ein Loblied auf die Apotheke»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»