„Ich will mehr Geld“

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Berlin - PTA verdienen vielerorts über Tarif. Was das genau bedeutet, ist nicht erfasst. Bei manchen sind es 10 Prozent mehr Lohn, bei anderen zahlt der Chef das Bahnticket oder beteiligt sich an den Wohnkosten. Wer die Stelle wechselt, will nicht weniger verdienen. Doch wie verhalten sich Mitarbeiter bei den Gehaltsverhandlungen am geschicktesten? Wichtig ist, vorbereitet zu sein und die richtigen Argumente dabei zu haben. Wie verhandelt ihr? Jetzt mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen: Im LABOR von APOTHEKE ADHOC. 

Eine PTA verdient in den zwei ersten Berufsjahren laut Tarif 2078 Euro brutto pro Monat. Das ist nicht viel. Selbst ab dem 15. Berufsjahr steigt der Lohn lediglich um 500 Euro an. Deshalb ist es für viele Angestellte wichtig, ein übertarifliches Gehalt zu erhalten. Laut der jüngsten Adexa-Tarifumfrage verdienen PTA im Schnitt jedoch weniger als noch vor zwei Jahren. Demnach sind die Gehälter seit 2016 in sieben Kammerbezirken gemessen am Verhältnis zum Tarifgehalt gesunken.

Wer mehr Geld will, sollte sich gut auf das Gespräch mit dem Chef vorbereiten. PTA sollten ihre Forderungen stichhaltig vorbringen und die persönlichen Fähigkeiten belegen können. Für jedes Argument sollten ein oder zwei konkrete Beispiele aus dem Arbeitsalltag genannt werden können. Dazu gehören etwa Fort- und Weiterbildungsnachweise sowie Bestätigungen des vorherigen Arbeitgebers über besondere Tätigkeiten wie Personalplanung oder Category-Management.

Wichtig ist auch, auf den Arbeitgeber einzugehen. Vor den Gehaltsverhandlungen sollten sich Angestellte fragen, was der Apotheke wirklich nützt. Wird auf persönliche Betreuung Wert gelegt und ist man als PTA bei den Kunden bekannt und geschätzt? Gibt es andere Schwerpunkte, bei denen man mit seinen Kentnissen besonders glänzen kann? Dazu zählt auch die persönliche Belastbarkeit wie beispielsweise wenige Krankheitstage oder dass man flexibel für Kollegen einspringen kann.

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