Fünf Tipps zu Dronabinol-Rezepturen

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Tipp drei: Kolben zurückziehen
Die Dronabinol-Substanz wird in einer Glasspritze geliefert. Im Ausgangszustand ist das Harz bei Raumtemperatur sehr zähflüssig und fast hart. Um es zu prüfen und schließlich zu verarbeiten, muss es in der Spritze erwärmt werden. Durch die Wärme dehnt sich das Harz jedoch aus: Damit es nicht zu Substanzverlusten kommt, kann es helfen, den Stempel der Spritze vor der Erwärmung etwas zurückzuziehen. So wird vermieden, dass größere Mengen verloren gehen.

Tipp vier: Fön statt Wasserbad
Zum Erhitzen und Schmelzen von Substanzen in der Rezeptur kommen im Wesentlichen zwei Geräte zum Einsatz. Geläufig ist die unter anderem die Verwendung des Wasserbades. Dieses ist bei der Verarbeitung von Dronabinol jedoch mit Vorsicht anzuwenden: Denn durch Eintritt von Wasser kann eine Trübung entstehen und die Rezeptur wird unbrauchbar – bereits wenige Tropfen reichen aus. Daher sollte auf das Wasserbad beim Schmelzen des Harzes nach Möglichkeit verzichtet werden. Besser geeignet ist das Erhitzen mit dem Fön.

Tipp fünf: Einwegpipette statt Spritze
Bei der Herstellung von Dronabinol-Kapseln handelt es sich um eine flüssige Kapselfüllung. Im Gegensatz zu Pulver gibt es bei der Überführung einige Hürden. Pulver wird in der Regel mithilfe von Kartenblättern in die dafür vorgesehenen Öffnungen verteilt. Bei der Flüssigkeit gestaltet sich dies schwierig. Daher wird die Füllung meist mit einer Spritze und aufgesteckter Kanüle in die Kapselhälften überführt. Häufig ist die Spritze jedoch schwer zu kontrollieren: Es tritt zu viel oder zu wenig Flüssigkeit aus. Besser geeignet ist häufig eine Einmalpipette, da diese nicht mithilfe eines Stempels kontrolliert wird.

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