BMG will Selbsttests für Laien freigeben

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Über die Beipackzettel sollen die Anwender auch Informationen zur Prävention erhalten, zum Beispiel Anweisungen zum Vorgehen bei positivem, negativem oder unklarem Ergebnis und generell zur Möglichkeit eines falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisses. Auch der Hinweis, dass ohne vorherige Konsultation des Arztes keine medizinisch wichtige Entscheidung getroffen werden darf, ist Pflicht. „Eine Auflockerung des bisherigen Grundsatzes einer verknüpften Beratung und Testung scheint daher gerechtfertigt“, so das BMG.

Auswirkungen auf die epidemiologische Überwachung seien nicht zu erwarten, da nach einem positiven Selbsttestergebnis eine Bestätigungsdiagnostik beziehungsweise die Bestimmung weiterer diagnostischer Marker für die Erstellung einer Diagnose notwendig sei.

Außerdem soll mit der Verordnung der Kreis derjenigen Institutionen erweitert werden, an die Corona-Tests abgegeben werden, die nicht für Laien zugelassen sind. Dazu gehören alle Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG), also beispielsweise ambulante Pflegedienste, Obdachlosenunterkünfte sowie Asylbewerberheime. Eine Testung kann laut BMG eine „wichtige Ergänzung der diagnostischen Optionen bieten, um frühzeitig Infektionsausbrüche zu erkennen und einzudämmen“.

Es habe sich gezeigt, dass durch die massenhafte Testung von Personal, Bewohnern und Besuchern von zum Beispiel Pflegeeinrichtungen frühzeitig Infektionsausbrüche verhindert werden könnten. Die Erweiterung auf alle Einrichtungen sei sachgerecht: „Es handelt sich um Einrichtungen, in denen viele Menschen in beengten räumlichen Situationen zusammenkommen. Es ist entscheidend, dass dort frühzeitig Infektionsausbrüche erkannt und eingedämmt werden. Darüber hinaus ist es sachgerecht berufsbildende Schulen, in denen überwiegend Erwachsene unterrichtet werden, den Schulen gleichzustellen.“

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