SPD gewinnt vor Union – Linke rettet sich

, Uhr aktualisiert am 27.09.2021 06:20 Uhr

Berlin - Die SPD hat die Bundestagswahl gewonnen und ist knapp vor der Union gelandet, gefolgt von Grünen und FDP. Die Koalitionsbildung dürfte entsprechend kompliziert werden, es läuft auf eine „Ampel“ oder „Jamaika“ hinaus. Die Linke scheiterte an der 5-Prozent-Hürde, schafft aber über die Direktmandate den Wiedereinzug ins Parlament.

Die SPD erreicht nach dem Zwischenergebnis des Bundeswahlleiters 25,7 Prozent der Stimmen und ist damit neue stärkste Fraktion im deutschen Bundestag. Die Union aus CDU/CSU stürzt auf 24,1 Prozent, das ist das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte.

Bündnis 90/Die Grünen verbessern sich deutlich, werden mit 14,8 Prozent aber doch recht abgeschlagen Dritter. Die FDP mit 11,5 Prozent legt ebenfalls zu und sichert sich Platz 4 vor der AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke hätte nach deutlichen Verlusten mit 4,9 Prozent den Einzug in den Bundestag sogar verpasst, da sie mindestens drei Direktmandate geholt hat, werden aber auch die Zweitstimmen im neuen Bundestags berücksichtigt.

Gewinne und Verluste

Die Union verliert mit -8,9 Prozentpunkten erheblich im Vergleich zur Wahl 2017 und fährt ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl ein. Die SPD legt um 5,2 Prozentpunkte zu und ist damit erstmals seit der Wahl 2002 wieder stärkste Kraft. Die Grünen verbessern am meisten und werden mit einem Zuwachs von 5,9 Prozentpunkten neue drittstärkste Kraft im Bundestag. Die FDP hält ihr Ergebnis mit einem kleinen Plus von 0,8 Prozentpunkten. Die Linke (-4,3 Prozentpunkte) und AfD (-2,3 Prozentpunkte) zählen dagegen zu den Wahlverlierern.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
US-Staatsanwälte schreiben an Zuckerberg
Facebooks Umgang mit Impfgegnern»
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»