„Überproportional und gefährlich“

Preis: Bereits Sparbeiträge in Milliardenhöhe erbracht

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Berlin -

Zwar unterstütze die Apothekerschaft das Ziel, die Finanzierung der Kassen zu stabilisieren, allerdings sei eine erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung schlichtweg „überproportional und gefährlich“, betont die Abda. Auch der Bundesrat habe eine zusätzliche finanzielle Belastung in seiner Stellungnahme abgelehnt.

„Politik und Gesellschaft sind sich einig, dass die Apotheken gestärkt und ihre pharmazeutischen Leistungen ausgeweitet werden müssen“, erklärt Abda-Präsident Thomas Preis. Nur so ließen sich Primärversorgung und Krisenresilienz im Gesundheitswesen zukunftsfest machen. Zugleich wolle die Bundesregierung nun aber im Rahmen der Sparreform ab 2027 den Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen von 1,77 auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament erhöhen.

„Dabei haben die Apotheken von 2013 bis 2026 durch die fehlende Anpassung des Packungsfixums bereits Sparbeiträge in Milliardenhöhe zugunsten der Krankenkassen erbracht“, betont Preis. Denn das Honorar ist in diesem Zeitraum nie an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angepasst worden. Nun solle das gerade erst stufenweise erhöhte Festhonorar gleich wieder eingekürzt werden.

„Das lehnen wir entschieden ab, weil es die Apotheken finanziell belastet, ihre Planungssicherheit gefährdet, Apothekenneugründungen für den pharmazeutischen Nachwuchs in strukturschwachen Regionen unattraktiv macht und somit die flächendeckende Versorgung belastet. Wir appellieren deshalb an den Bundestag als Gesetzgeber: Greifen Sie das Veto des Bundesrats auf – und lassen Sie eine neuerliche Schwächung des Apothekensystems nicht zu!“, fordert Preis.

Der Bund will das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) noch vor der Sommerpause abschließen. Am kommenden Montag soll bereits eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages stattfinden.

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