„Besser sparen und alles für den Haushalt“ – diese Aufschrift trug ein Werkzeugkasten, den Nina Warken ihrem Nachfolger Carsten Linnemann (beide CDU) bei der Amtsübergabe im Bundesgesundheitsministerium (BMG) überreicht hat. Jetzt kommt heraus: In Wirklichkeit handelt es sich um einen Notfallkoffer für den Quereinsteiger.
Warken selbst hatte bei ihrem Amtsantritt einen Nussknacker überreicht bekommen – wegen der vielen Nüsse, die man im Ministerium zu knacken habe. Der Spaß war nicht mehr ganz taufrisch, auch ihr Amtsvorgänger Karl Lauterbach (SPD) war zum Start mit einem solchen Zeugnis erzgebirgischer Schnitzkunst ausgestattet worden. Fun Fact am Rande: In Wirklichkeit dient der Klassiker nicht zum Aufbrechen von Knabberfrüchten, sondern als Glücksbringer, der böse Geister abwehrt und das Haus beschützt.
Wie dem auch sei, Warken ist ohnehin aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Als schwäbische Selfmade-Politikerin ist ihr ein funktionaler Werkzeugkoffer näher als ein rein mythologisches Dekoobjekt. Schon die Empfehlungen der Finanzkommission waren aus ihrer Sicht ein nützliches Besteckset, um das Gesundheitssystem auf die richtige Bahn zu lenken und den Leistungserbringern ans Leder zu gehen.
„Ich dachte, du bekommst einen Werkzeugkasten“, erklärte Warken. Denn: Gesundheitssystem gleich Dauerbaustelle. Dazu der richtige Werbespruch: „Besser sparen und alles für den Haushalt“. „Also es passt sehr gut.“
Linnemann dankte schön, doch als er den Werkzeugkoffer am nächsten Tag in seinem neuen Büro aufmachte, traute er seinen Augen kaum. Die Kiste war tatsächlich prall gefüllt mit allerlei nützlichen Utensilien, die er in den kommenden Monaten wohl gut brauchen würde:
Noch viel besser waren aber die perfiden Folterinstrumente, die in einem Geheimfach im doppelten Boden verborgen waren:
Um es bei den Worten des neuen Ministers zu belassen: „In diesem Sinne alles Gute und jetzt erst mal ein schönes Wochenende. Tschautschau.“
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