GKV-Sparpaket

Preis-Appell: Unbefristete Abschlagserhöhung ablehnen

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Berlin -

Morgen berät der Gesundheitsausschuss des Bundestages über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG). Die Abda appelliert an die Abgeordneten, die geplante unbefristete Erhöhung des Apothekenabschlags abzulehnen und die Apotheken nicht weiter zu schwächen.

Die Bundesregierung will den Apothekenabschlag ab Januar 2027 von 1,77 auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament erhöhen und so die GKV-Finanzen stabilisieren. „Damit wird das parallel auf 9,50 Euro erhöhte Festhonorar gleich wieder abgesenkt, obwohl die Koalition in ihrem Koalitionsvertrag eine klare Stärkung der Apotheken versprochen hatte“, so Abda-Präsident Thomas Preis.

„Wir appellieren an die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss: Greifen Sie das Votum des Bundesrats auf, lehnen Sie die von der Bundesregierung geplante unbefristete Erhöhung des Apothekenabschlags ab – und lassen Sie damit eine neuerliche Schwächung des Apothekenwesens nicht zu.“

Zwar unterstütze die Apothekerschaft das Ziel, die Krankenkassenfinanzen zu stabilisieren. Aber Apotheken können nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung und einem Rückgang der Apothekenzahl um fast 20 Prozent keine weiteren Belastungen stemmen. Zudem haben die Apotheken schließlich durch die ausgebliebene Honoraranpassung seit 2013 bereits etliche Milliarden Euro für die Krankenkassen eingespart. „Eine neue Belastung lehnen wir entschieden ab“, so Preis. Dies gefährde die Apotheken und ihre Planungssicherheit. Außerdem würden Übernahmen und Neugründungen für den Nachwuchs in strukturschwachen Regionen unattraktiv. „Das schwächt die flächendeckende Versorgung auf dem Lande und in der Stadt“, stellt der Abda-Präsident klar.

Ein Teil der Apothekenstärkung sei auch die Verhandlungslösung, denn ein weiterer, jahrelanger Honorarstillstand wäre nicht zu verkraften. Bundesregierung und Bundesrat sollten in dieser Woche die richtigen Weichen stellen: „So wie die meisten anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen müssen die Apotheken endlich regelhaft an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angekoppelt werden!“

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