Angebot nicht akzeptabel

Tarifvertrag: Keine Einigung für Nordrhein

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Berlin -

Der Tarifvertrag zwischen der Adexa und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein (TGL-Nordrhein) ist ausgelaufen. Die Tarifparteien konnten sich jedoch bislang noch nicht auf einen neuen Gehaltstarifvertrag einigen. Die Angebote der TGL-Nordrhein waren für die Adexa „nicht beziehungsweise nicht in vollem Umfang akzeptabel“.

Die Adexa hatte den Tarifvertrag mit der TGL Nordrhein fristgerecht zum 30. Juni gekündigt. Seit 29. April laufen die Gehaltstarifverhandlungen zwischen den Parteien – bislang ohne Ergebnis. Laut Adexa wurden seitens der Apothekenleiter nur unzureichende Angebote bei den Gehältern vorgelegt. Zwar gab es Vorschläge zu Erhöhungen bei den Ausbildungsvergütungen, doch würden die Steigerungen der Gehälter für die meisten anderen Beschäftigten nicht einmal die Inflationsrate kompensieren.

„Die von der TGL Nordrhein vorgelegten Angebote waren für die Adexa-Tarifkommission nicht beziehungsweise nicht in vollem Umfang akzeptabel“, so die Apothekengewerkschaft.

Die Kritik der Adexa an der TGL-Nordrhein ist scharf. Nordrhein drifte vom bundesweiten Niveau ab. „Nicht nur die Gehälter sind defizitär, sondern auch die Rahmenbedingungen wie Wochenarbeitszeit und Urlaubsanspruch.“ Demnach müssten Apothekenangestellte im Tarifgebiet mehr arbeiten, haben weniger Urlaub und erhalten eine schlechtere Vergütung als in den anderen Tarifgebieten. „Ein Zustand, den Adexa so nicht hinnehmen wird!“ In Nordrhein und Sachsen wird den Tarifgehältern eine Wochenstundenzahl von 40 zugrunde gelegt, im übrigen Bundesgebiet sind es 39 Wochenstunden.

Im restlichen Bundesgebiet und in Sachsen laufen die Gehaltstarifverträge noch bis zum Jahresende.

Honorarerhöhung muss sich im Gehalt widerspiegeln

Das Apothekenhonorar wurde zum 1. Juli auf 9 Euro erhöht. Die zweite Anpassung kommt zum Jahreswechsel. Dann erreicht das Fixum den im Koalitionsvertrag vereinbarten Wert von 9,50 Euro. An die Erhöhung des Fixums hatte die Adexa eine klare Erwartung: „Dass die verbesserte wirtschaftliche Situation der Apotheken auch bei den Angestellten ankommen wird.“ Die Arbeitgeberseite habe in der Vergangenheit signalisiert, dass eine Fixumerhöhung den Spielraum für künftige Tarifverhandlungen erweitern würde. „Wir nehmen dieses Signal ernst und gehen davon aus, dass es bei den nächsten Tarifverhandlungen mit konkreten Angeboten hinterlegt wird. Die Beschäftigten haben diese Anerkennung verdient.“

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