Warenwirtschaft

CGM: Chaos nach Preisänderung

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Berlin -

Kunden von CGM erleben gerade eine böse Überraschung: Der Preisänderungsdienst hat nicht geklappt, offenbar gibt es auch Probleme mit der Telematikinfrastruktur (TI). Der neuerliche Ausfall kommt zur Unzeit.

„Aktuell kommt es zu Problemen bei der Einspielung des Preisänderungsdienstes“, teilt CGM den Apotheken mit. „Wir arbeiten schnellstmöglich an einer Lösung.“

Die Panne kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn zum 1. Juli tritt das neue Fixum in Kraft, sodass die Preise für jedes Medikament angepasst werden müssen. Hinzu kommen neue Rabattverträge und Festbeträge.

Doch offenbar können Apotheken derzeit E-Rezepte nicht nur nicht verbuchen, sondern auch nicht empfangen. Denn auch der Zugang zur TI ist gestört.

Apotheken in ganz Deutschland betroffen

In den Foren melden sich Betroffene aus ganz Deutschland. Demnach konnte bislang auch die Hotline nicht weiterhelfen, das empfohlene Trennen des Terminals vom Strom etwa habe keine Lösung gebracht. Einige Apotheken nutzen Apps wie Gesund.de, um Zugriff auf die E-Rezepte zu bekommen.

In der Phoenix-Apotheke in Wolfsburg ist der Frust groß. „Wir freuen uns besonders, weil in Niedersachsen die Ferien beginnen und sich alle vorher bevorraten“, sagt Helge Hagedorn.

Auch in den Betrieben von Eleonore Holzinger war der Datenstand am Morgen noch veraltet. Eine Angestellte rief bei der CGM-Hotline an und kam noch vor 8 Uhr durch. Die Techniker hätten sich daraufhin in das System eingeloggt und die Aktualisierung der Preise manuell angestoßen. „Deswegen funktioniert aber das E-Rezept nicht“, so die Inhaberin der Flösser-Apotheke in Lechbruck.

Aktuell könnten wegen eines gleichzeitigen Problems mit der TI keine digitalen Verordnungen über elektronische Gesundheitskarten (eGK) ausgelesen werden. „Der Zeitaufwand, der uns deshalb entsteht, ist massiv“, sagt sie. Denn alle Kundinnen und Kunden müssten vertröstet werden. „Wir rufen bei den Praxen an und bitten um einen QR-Code – das funktioniert.“ Gleichzeitig seien die Praxen über das Problem informiert und gebeten worden, Papierrezepte auszustellen.

Warten auf CGM

Die Apothekerin und ihr Team warten jetzt auf Rückmeldung von CGM. „Wenn die Technik funktioniert, ist sie super; wenn nicht, ist der Aufwand massiv.“

Eine andere Apothekerin beschreibt die Lage bei CGM als „schiefgelaufene Operation am offenen Herzen“. Wenn die Preise nicht richtig angezeigt würden, komme es nicht nur wegen des neuen Apothekenhonorars von 9 Euro zu Problemen. Auch die Lagerwertverluste ab Juli seien dann nicht korrekt und die Zuzahlungen stimmten unter Umständen nicht. „Das ist kompletter Schrott.“

Eine Stellungnahme von CGM steht noch aus.

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