Hessen

Grüttner will Apotheken digitalisieren Eugenie Ankowitsch, 24.08.2017 15:00 Uhr

Berlin - Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) besuchte die Beyl’sche Apotheke Bad Emstal, um sich über die Arzneimittelversorgung im ländlichen Raum zu informieren. Die Landapotheke stellt mit Botendienst, Rezeptsammelstelle, Bürgerbus und ausgeprägter Kundenorientierung die Versorgung der Bevölkerung sicher. Grüttner lobte zwar das Engagement der Apotheke. Konkrete Versprechen, wie der Fortbestand von Landapotheken gesichert werden soll, gab es aber nicht. Nur so viel: Bewährte Wege der Arzneimittelversorgung auf dem Land sollen in Zukunft um Telemedizin erweitert werden.

In Bad Emstal bekam Grüttner einen Eindruck, wie gut die Versorgung im ländlichen Raum funktionieren kann. Zwar macht der Versandhandel auch der alteingesessenen Apotheke Konkurrenz, kann ihr aber im Servicebereich nicht das Wasser reichen. Im Notfall böten die Versandapotheken keine Hilfe, Rezepturen auf ärztliche Anweisung erhielten die Patienten nur beim Pharmazeuten in der Heimat, führte Hella Beyl dem Landesgesundheitsminister vor Augen. Die Beratung sei eben die besondere Stärke der Vor-Ort-Apotheken. Gemeinsam mit ihrer Mutter führt die Apothekerin zwei Apotheken in Bad Emstal und in Naumburg.

Die Apothekerin präsentierte Grüttner das umfassende Angebot der Apotheke für die Menschen in und um Bad Emstal. So habe man in Balhorn eine genehmigte Rezeptsammelstelle, die mittags und um 17 Uhr geleert werde. Medikamente, die nicht vorrätig seien, würden bestellt, alle zwei Stunden werde die Apotheke beliefert. Zum Service gehöre auch, dass die Medikamente den Kunden auf Wunsch nach Hause geliefert werden.

Was gerade für die älteren und nicht mobilen Leute wichtig ist: In Bad Emstal gibt es einen Bürgerbus, ein kostenloses Angebot der Gemeinde, mit dem auch Arztbesuche und ein Besuch in der Apotheke ermöglicht werden. Auch in der ärztlichen Versorgung geht man in Bad Emstal neue Wege. Mediziner Ralf Wittwer präsentierte sein Modell mit mehreren Praxisstandorten und angestellten Ärzten. „Junge Mediziner wollen ein regelmäßiges Einkommen, ausreichend Urlaubstage und eine sichere Anstellung“, sagte er. Damit bekomme man auch künftig Ärzte in die Praxen auf dem Land.

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