Großhändler leiden unter Engpässen

Phagro: Jede zweite Bestellung unvollständig

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Berlin -

Die Lieferengpässe bei Arzneimitteln belasten auch die Großhändler seit Monaten. Daher freut sich der Branchenverband Phagro, dass im Lieferengpassgesetz nun auch eine Entschädigung für die Großhändler in Höhe von 50 Cent vorgesehen ist.

Jede zweite Bestellung werde unvollständig von den Herstellern beliefert, so der Phagro. Das bedeute „täglich mehrfaches Ausjonglieren zwischen den Verfügbarkeiten und dem Bedarf der Apotheken und ihrer Patienten“. Und das koste viel Zeit und bindet wichtige Ressourcen. Viele ansonsten vollautomatisierte Tätigkeiten müssten im Sinne einer fairen Verteilung derzeit manuell durchgeführt werden.

Phagro-Chef André Blümel begrüßte, dass die Bundesregierung die erheblichen Mehrkosten anerkenne und zusätzlich vergüten wolle. „Der Pharmagroßhandel hat gemeinsam mit den Herstellern und Apotheken in den letzten Monaten bewiesen, wie engagiert und flexibel wir kurzfristig unter extremen Bedingungen reagieren können, um Lieferengpässe zu kompensieren: Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, aufwendige interne Lieferengpassmanagementsysteme zu steuern.“

Blümel fasste die Herausforderungen für die Branche zusammen: „Zusätzlicher Personaleinsatz, neue Logistikabläufe, kontinuierliches Monitoring über knappe Medikamente für die zuständigen Behörden, der Aufbau alternativer und sicherer Beschaffungswege von Arzneimitteln – damit sorgen wir für ein faires Verteilungssystem an Apotheken und ihre Patienten.”

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