NRW: Alle Zyto-Apotheken kontrolliert

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Berlin - Nach dem Skandal um gepanschte Krebsmedikamente in Bottrop hat das Land alle 116 entsprechend spezialisierten Zyto-Apotheken in NRW unangekündigt kontrolliert. Lediglich in einem Fall sei ein Fehler bei der Zubereitung eines Medikaments nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit.

Bei der Kontrolle sei geringfügig zu wenig Wirkstoff in einem Medikament gewesen, das in der Apotheke individuell für einen Krebspatienten hergestellt wurde. Bei Nachkontrollen sei auch in dieser Apotheke alles in Ordnung gewesen. Die Kontrolleure stellten allerdings einige Mängel unter anderem bei der Dokumentation fest.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die flächendeckenden unangekündigten Kontrollen der Zyto-Apotheken nach dem Bekanntwerden des Bottroper Zyto-Skandals angeordnet. Der Apotheker Peter Stadtmann von der Alten Apotheke in Bottrop hatte jahrelang Zytostatika gestreckt, um einen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Seine Verurteilung zu zwölf Jahren Haft ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Laumann zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Kontrollen. „Dennoch zeigen die festgestellten Mängel, dass Kontrollen zur Sensibilisierung der Apotheken notwendig sind. Denn eine beanstandete Probe ist immer noch eine Probe zu viel“, sagte Laumann.

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