Mit dem Ideenlotto gegen die Impfmüdigkeit

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Frag doch einfach uns, Jens! Oder: Ideen gegen die Impfmüdigkeit

Berlin - Die Impfkampagne stockt weiterhin – Lösungen müssen her, damit die letzte Meile zur Herdenimmunität noch genommen wird. Dabei darf es durchaus auch mal kreativ zugehen. Und lustig: Diesmal folgt keine Analyse, sondern APOTHEKE ADHOC-Herausgeber Thomas Bellartz und Chefredakteur Alexander Müller spielen diese Woche Ideenlotto in der neuen Folge ihres Podcasts NUR MAL SO ZUM WISSEN.

Es ist ja nicht so, als hätten die beiden nicht schon über die Impfkampagne diskutiert – nur hat sich seitdem noch nicht viel am Problem geändert. „Es gibt noch nicht diese einzig wahre Idee, sozusagen den Goldenen Schuss“, stellt Bellartz völlig richtig fest. Also braucht es Anregungen – doch die haben alle ihre Vor- und Nachteile. Von drastischer Werbung über Kassenrabatte bis zu unkonventionellen Impflocations diskutieren Müller und Bellartz allerlei zufällig gezogene Ideen, um die Zahl der Impflinge in Deutschland zu erhöhen. Ein Huhn und eine Ziege als Prämie wie in Indonesien oder ein Joint nach der Impfung wie in New York muss es vielleicht nicht gleich sein, aber dennoch: Man müsse langsam an den Punkt kommen, zu sagen, „lasst uns auch die absurdesten Ideen diskutieren“, fordert Bellartz.

Denn was vielleicht auf den ersten Blick absurd erscheint, kann sich durchaus auch als sinnvolles Konzept erweisen. Wie wäre es zum Beispiel mit Gutscheinen für die Impfung? Der Einzelhandel hat in den vergangenen anderthalb Jahren mehr als genug unter Einschränkungen und Lockdowns gelitten. Wieso nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? „Es brennt mir unter den Nägeln, das nochmal loszuwerden: Wir müssen uns nochmal über Zahlen klar werden“, sagt Bellartz. „Wenn 20 Millionen Menschen in Deutschland jetzt im Moment noch nicht geimpft sind und du nimmst als Staat 50 Euro pro Kopf in die Hand und sagst, du machst damit irgendwas, dann ist das eine Milliarde. Das ist viel Geld – aber es ist eine Milliarde.“ Der Staat hat schließlich im zurückliegenden Jahr für ganz andere Dinge ungleich mehr Geld in die Hand genommen. Man denke nur an die Milliarden Masken, die noch in irgendwelchen Bundeslagern verrotten. Da solle man jetzt auch an den Punkt kommen, selbst die absurdesten Ideen zumindest zu diskutieren. „Denn eigentlich ist das Geld da – und der Effekt wäre gigantisch.“

„Wenn man es denn überhaupt von der Kostenseite bedenken möchte“, wirft Müller ein. Man sollte sich über jeden Menschen freuen, der nicht erkrankt, weil er geimpft ist. „Aber wenn man das machen kann, dann muss man es eben mal komplett gegenrechnen. Denn solange wir Lockdown-Maßnahmen haben, solange die Wirtschaft nicht voll arbeiten kann, dann muss man das alles mit einpreisen.“ Und das war nur einer der Vorschläge, die die beiden debattieren wollen – und zwar nicht allein: Über die Vorschläge wird auch in der Instagram-Community abgestimmt. Zuhörer:innen und Zuschauer:innen können sich diesmal also nicht nur ihre eigene Meinung dazu bilden, sondern sie auch noch selbst einbringen.

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