Weniger Verwaltungsaufwand, geringere Kosten

Linnemann will Kassenstrukturen verändern

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Berlin -

Schon als Generalsekretär hatte Carsten Linnemann (CDU) mit seiner Aussage, zehn Krankenkassen in Deutschland würden reichen, für Aufsehen gesorgt. Als Gesundheitsminister sprach er im Sommer noch von zehn bis 20 Kassen. Im Interview mit dem „Handelsblatt“ erklärte Linnemann nun, er wolle auch die Struktur der Krankenkassen verändern.

„Mir geht es nicht allein um die Größe, sondern darum, was eine Krankenkasse leisten muss, etwa im digitalen Zeitalter“, zitiert das Handelsblatt den Gesundheitsminister. Auch die Datenverarbeitung und KI seien aus seiner Sicht demnach entscheidend. „Deswegen müssen sich auch die Strukturen der Krankenkassen verändern.“

Von weniger Kassen erhoffe sich der Minister vor allem weniger Verwaltungsaufwand und damit geringere Kosten. Als mögliche Schwellenwerte hatte Linnemann in der Vergangenheit rund 250.000 Versicherte genannt. Für eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße oder eine allgemeine Reduzierung der Kassen seien rechtliche Vorgaben nötig.

Annika Herr, Gesundheitsökonomin an der Leibniz Universität Hannover, erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass ein Vorteil in der Verwaltung plausibel sei. So seien Entwicklung, Einführung und Wartung digitaler Anwendungen teuer, große Kassen könnten diese Ausgaben auf mehr Versicherte verteilen und verfügten über größere Datenbestände. Allerdings sei die Zahl der Versicherten kein verlässlicher Indikator für Leistungsfähigkeit.

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