Rheinland-Pfalz testet Medikationsplan-Website

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Berlin - Der Medikationsplan kommt – zunächst auf Papier, später auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK), so steht es im Entwurf zum E-Health-Gesetz. In Rheinland-Pfalz wird bereits jetzt ein elektronisches System getestet. In dem Modellprojekt soll untersucht werden, wie Medikationspläne von Apothekern und Ärzten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus helfen können, die Arzneimittelsicherheit zu verbessern. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) gab heute den Startschuss.

Ziel des Projektes ist es, Patienten nach einem stationären Krankenhausaufenthalt einen Medikationsplan zur Verfügung zu stellen, den Apotheker und Hausärzte elektronisch aktualisieren können. Auf diese Weise sollen unerwünschte Wirkungen, Doppelverordnungen und Wechselwirkungen vermieden werden.

Genutzt wird der bundeseinheitliche Medikationsplan, den Apotheker, Ärzte, Kliniken, Patientenvertreter und Pflegekräfte im Rahmen des Aktionsplans Arzneimittelsicherheit (AMTS) gemeinsam erarbeitet haben. Die elektronische Umsetzung erfolgt über ein Online-Portal. Patienten erhalten eine PIN, mit der sie sich auf der Website einloggen können. Dort sehen sie eine Abbildung des Plans, die gemeinsam mit Apotheker oder Arzt geändert und aktualisiert werden kann.

Getestet wird der elektronische Medikationsplan in Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier. Die Krankenhausapotheken erstellen jeweils den ersten Plan, alle anderen Beteiligten können ihn ändern. Da die Umsetzung nicht an eine bestimmte Software gebunden ist, kann theoretisch jede Apotheke mitmachen, die sich an dem Projekt beteiligen möchte. Für die Teilnahme erhalten die Hausärzte und Stammapotheken eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro pro Patient und Quartal.

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