Sachverständigenrat

Gesundheitsweise loben Rx-Versand

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Intensiver einbinden will der Sachverständigenrat die Apotheke in die niedrigschwellige Versorgung. Dazu sollten Apotheken als „gleichberechtigter Partner an der besonderen Versorgung nach § 140a SGB V“ zugelassen werden. Laut Wille kämen dafür Aufgaben bei der Prävention und beim Impfen in Frage, wie es dies in vielen anderen Ländern gebe. Apotheken könnten zudem so in die integrierte Versorgung beispielsweise bei der Medikationsberatung eingebunden werden. Wille: „Die Kapazitäten der Apotheken werden heute nicht hinreichend ausgeschöpft.“

Darüber hinaus befasst sich das aktuelle Gutachten insbesondere mit fehlenden Arztpraxen auf dem Land und zu vollen Notaufnahmen. Die Berater der Bundesregierung empfehlen hierzu eine grundlegende Neuorganisation des Gesundheitsangebots. Trotz vielfältiger Reformen gebe es im System weiterhin Über-, Unter- und Fehlversorgung, sagte der Vorsitzende des SVR, Professor Dr. Ferdinand Gerlach. Nötig sei eine gezieltere Steuerung. Patienten sollten besser informiert und durch das sehr komplexe Gesundheitswesen gelotst werden.

Der Sachverständigenrat präsentierte eine Reihe von Vorschlägen für eine effektivere Planung des Angebots, das auch stärker verzahnt werden sollte. „Vor allem Kliniken und Praxen, zwischen denen eine unsichtbare, aber sehr folgenreiche Mauer verläuft, arbeiten in Deutschland eher nebeneinander als im Interesse des Patienten miteinander“, heißt es in dem Gutachten. Eine entscheidende Rolle bei der Steuerung sollten Hausärzte und neue zentrale Stellen spielen, die Patienten zu Praxen oder Notaufnahmen leiten.

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